Am 16. März 2025 stellt sich die Luftqualität in Stralsund, gemessen an der Messstation Stralsund-Knieperdamm, in den Fokus der Aufmerksamkeit. Die Messungen dokumentieren eine Vielzahl von Feinstaub-Partikeln (PM10) pro Kubikmeter Luft. Laut der Ostsee-Zeitung sind für PM10 die festgelegten Grenzwerte entscheidend. So darf der Wert von 50 Partikeln pro Kubikmeter jährlich maximal 35-mal überschritten werden.

Die Qualität der Luft wird anhand von drei Hauptwerten beurteilt: Feinstaub, Stickstoffdioxid und Ozon. Die jeweiligen Grenzwerte sind klar definiert und unterscheiden sich je nach Gesundheitsrisiko: Ab einem Wert für Stickstoffdioxid von über 200 μg/m³ gilt die Luftqualität als „sehr schlecht“. Werte über 240 μg/m³ für Ozon fallen ebenfalls in diese Kategorie. Die Terme „schlecht“ und „mäßig“ sind ebenfalls festgelegt, wobei sich die Empfehlungen für empfindliche Personen je nach Luftqualitätsbewertung unterscheiden.

Details zur Feinstaubbelastung

Die Feinstaubmessungen in Deutschland, die seit 2000 für PM10 und seit 2008 für PM2,5 durchgeführt werden, zeigen einen markanten Rückgang der Partikelkonzentration. Laut dem Umweltbundesamt schwanken die PM10-Jahresmittelwerte heute zwischen 15 und 20 µg/m³, ein Rückgang von den 50 µg/m³ der 1990er Jahre. Besonders in Ballungsräumen sind die Messnetzdichten hoch, da hier zahlreiche Emittenten wie Verkehr und Industrie zusammentreffen.

Die langfristige Feinstaubbelastung ist ein Gesundheitsrisiko, das oft vernachlässigt wird. Die EU schätzt jährlich etwa 240.000 vorzeitige Todesfälle durch Feinstaub. Der Rückgang der Todesfälle seit 2005 um 45 % zeigt jedoch eine positive Entwicklung, mit dem Ziel einer weiteren Verringerung um 55 % bis 2030, als Teil des Null-Schadstoff-Aktionsplans.

Einflüsse auf Umwelt und Gesundheit

Die Auswirkungen der Luftverschmutzung sind weitreichend. Wie in einem Bericht der Europäischen Umweltagentur (EUA) aufgezeigt wird, starben 2022 rund 239.000 Menschen in der EU infolge von Feinstaub, der über den WHO-Richtwert lag, und weitere 70.000 Menschen starben aufgrund von Ozon. Trotz der Verbesserungen bleibt die Luftverschmutzung das größte umweltbedingte Gesundheitsrisiko in Europa.

Zusätzlich zur Gesundheit leidet auch die Umwelt unter der schlechten Luftqualität. Die EUA stellt fest, dass 73 % der Ökosysteme in der EU 2022 über der kritischen Belastungsgrenze für Eutrophierung lagen. Das Ziel ist, die Stickstoffablagerungen in diesen Ökosystemen bis 2030 um 25 % zu reduzieren.

Zusammengefasst steht die Luftqualität in Stralsund exemplarisch für die Herausforderungen in Deutschland und Europa. Regelmäßige Messungen und klare Grenzwerte sind entscheidend, um die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen und ökologische Balance zu wahren. Die Entwicklungen in der Luftreinhaltepolitik, die sich auch an den jüngsten EU-Richtlinien orientieren, zeigen jedoch auch, dass es Fortschritte in der Bekämpfung von Luftverschmutzung gibt.