Am heutigen Tag, dem 19. März 2025, gibt es aktuelle Informationen zur Luftqualität in Stralsund, die von der Messstation Stralsund-Knieperdamm erfasst wurden. Laut der Ostsee-Zeitung wird die Luftqualität anhand dreier Hauptwerte gemessen: Feinstaub (PM10), Stickstoffdioxid und Ozon. Die Grenzwerte für PM10 betragen 50 Partikel pro Kubikmeter Luft und dürfen jährlich maximal 35 Mal überschritten werden. In der EU sind jährlich etwa 240.000 vorzeitige Todesfälle auf Feinstaub zurückzuführen.

Die Messungen erfolgen sowohl als Stundenmittel für Stickstoffdioxid und Ozon als auch als stündlich gleitendes Tagesmittel für Feinstaub. Die Luftqualitätsbewertung erfolgt durch eine Einordnung in verschiedene Kategorien: „Sehr schlecht“, „Schlecht“, „Mäßig“, „Gut“ und „Sehr gut“.

Luftqualitätskategorien im Detail

  • „Sehr schlecht“: Stickstoffdioxid > 200 μg/m³, Feinstaub > 100 μg/m³, Ozon > 240 μg/m³.
  • „Schlecht“: Stickstoffdioxid 101-200 μg/m³, Feinstaub 51-100 μg/m³, Ozon 181-240 μg/m³.
  • „Mäßig“: Stickstoffdioxid 41-100 μg/m³, Feinstaub 35-50 μg/m³, Ozon 121-180 μg/m³.
  • „Gut“: Keine gesundheitlichen Nachteile zu erwarten.
  • „Sehr gut“: Beste Voraussetzungen für Aktivitäten im Freien.

Besondere Aufmerksamkeit gilt den Auswirkungen von Silvesterfeuerwerk, das eine Erhöhung der Feinstaubbelastung zur Folge hat. In der Silvesternacht werden etwa 2050 Tonnen Feinstaub freigesetzt, wovon 1500 Tonnen in dieser Nacht anfallen. Diese Belastung ist im Vergleich zur ganzjährigen Feinstaubbelastung jedoch als nicht signifikant einzustufen.

EU-Regelungen und zukünftige Entwicklungen

Im Hinblick auf die europäischen Luftqualitätsstandards berichtet das Umweltbundesamt, dass die aktuellen Grenzwerte für Feinstaub und Stickstoffdioxid seit über 20 Jahren unverändert sind. Die EU-Kommission hat im Oktober 2022 einen Vorschlag zur Überarbeitung der Luftqualitätsrichtlinie vorgelegt, der schärfere Grenzwerte vorsieht, die sich an den 2021 veröffentlichten WHO-Richtwerten orientieren.

Ein wichtiges Datum in diesem Prozess war der 20. Februar 2024, an dem eine Einigung zwischen Verhandlungsführenden des Europäischen Parlaments und der Ratspräsidentschaft erzielt wurde. Die neuen Grenzwerte sollen ab 2030 gelten, während eine vollständige schadstofffreie Umwelt bis 2050 angestrebt wird. Diese Initiative wird von einem Gesetzestext begleitet, der regelmäßige Überprüfungen der Grenzwerte vorsieht, basierend auf den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Die gesundheitlichen Auswirkungen von Luftverschmutzung

Laut den Informationen des Umweltbundesamts ist Luftverschmutzung das größte Umweltrisiko für die Gesundheit in Deutschland. Besonders vulnerable und ökonomisch benachteiligte Gruppen sind überdurchschnittlich betroffen. Diese Verschmutzung trägt zur Entstehung chronischer Erkrankungen bei, einschließlich Schlaganfällen, Herzinfarkten, bestimmten Krebserkrankungen und Typ 2-Diabetes.

Eine Mehrheit der Bevölkerung atmet Luft mit Feinstaubkonzentrationen, die die WHO-Richtwerte überschreiten, was die Notwendigkeit zusätzlicher Maßnahmen zur Luftreinhaltung und kontinuierlichen Luftqualitätsüberwachung verdeutlicht.