Das Kammerorchester Sinfonietta Dresden wird in diesem Jahr mit dem Kunstpreis der Stadt Dresden ausgezeichnet. Dies wurde von Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Linke), die auch Vorsitzende der Jury ist, bekannt gegeben. Die Sinfonietta, ein freies Orchester, das 1994 gegründet wurde, hat sich dabei vor allem durch ihre Zusammenarbeit mit bedeutenden Dresdner Musikinstitutionen hervorgetan, wie dem Kreuzchor und der Kantorei der Frauenkirche. Die Auszeichnung wird am 23. Juni 2025 verliehen.
Die Jury honoriert die „außerordentliche Kombination aus alter und neuer Musik“, für die sich die Sinfonietta einsetzt. Ihr Fokus liegt auf der Schaffung neuer Perspektiven zu klassischen Werken und der Aufführung zeitgenössischer Kompositionen. Unter dem Begriff „Neue Musik“ versteht man moderne Kompositionen, die seit den Anfängen des 20. Jahrhunderts entstanden sind. Um die Anerkennung für hervorragende Kunstleistungen zu unterstreichen, wurde das Preisgeld von 7000 Euro auf 10.000 Euro erhöht.
Anerkennung für weitere Kunstschaffende
Zusätzlich zum Kunstpreis für die Sinfonietta werden auch Preise an den Kunstverein Dresden und die Tanzcompany Miller de Nobili verliehen. Die Dresdner Kunstpreise, die seit 1993 vergeben werden, haben im Laufe der Jahre bereits namhafte Preisträger hervorgebracht. Unter diesen sind Evelyn Richter (2006), Peter Schreier (2016) und Christian Friedel (2024) zu finden, die durch ihr kreatives Schaffen das kulturelle Leben in Dresden mitprägt.
Die Jury setzt sich aus Kunstschaffenden und Vertretern verschiedener Fraktionen des Dresdner Stadtrats zusammen, was die Vielfalt der Sichtweisen und die Relevanz der Auszeichnungen betont.
Kunstpreis Deutschland 2023/24
Parallel dazu fand die Verleihung des Kunstpreises Deutschland 2023/24 statt, bei der mehrere herausragende Künstler gewürdigt wurden. Sonja Keppler aus Pforzheim wurde für ihre Skulptur „Widerstandshelm IV“ ausgezeichnet, während Rika Pütthoff-Glinka aus Dortmund für ihre Digital-Art-Arbeit „Lebensfreude“ und Frank Schult aus Celle für sein Gemälde „Kopflos durch die Zeit“ ausgezeichnet wurden. Die Preisverleihung fand am 6. April 2024 im STEIGENBERGER Parkhotel Braunschweig statt, an dem etwa 100 Kunstschaffende und Gäste aus ganz Deutschland teilnahmen.
Die Jury für diesen Wettbewerb bestand aus fünf Fachleuten und wurde von Professor em. Erich Kruse geleitet. Dr. Carsten Voss, Bettina Breidbach, Thorsten Heinze und Dr. Georg Trivisas ergänzten das Gremium. Die Goldawards wurden in den Kategorien Malerei, Bildhauerei/Objekt sowie Fotografie/Digital-Art vergeben. Moderiert wurde die Veranstaltung von Constantin Barzantny, dem Vorsitzenden des Hannoverschen Künstlervereins. Albin Homeyer, der Ausrichter des Kunstpreises, sprach seinen Dank an alle Beteiligten aus.