Die Konsumstimmung der Verbraucher in Deutschland bleibt auch im Februar 2025 gedämpft, wie die aktuelle Verbraucheranalyse zeigt. Trotz eines leichten Anstiegs der Konjunkturerwartungen, die laut der Konsumklimastudie von GfK und NIM um 3,9 Zähler auf 0,3 Punkte stiegen, ist die allgemeine Stimmung negativ. Rolf Bürkl, Konsumexperte des NIM, hebt hervor, dass die Einkommenserwartungen und die Anschaffungsneigung zum zweiten Mal in Folge gefallen sind. Dieser Trend sorgt dafür, dass die Sparneigung der Verbraucher steigt.

Für März 2025 wird ein Rückgang des Konsumklimas um 2,1 Zähler auf minus 24,7 Punkte prognostiziert, was einer Revision der vorherigen Schätzung von minus 22,6 Punkten entspricht. Historisch lag das Konsumklima in Deutschland vor der Corona-Pandemie stabil bei Werten um plus 10 Punkte. Derzeit jedoch, seit Mitte des letzten Jahres, ist eine Stagnation des Konsumklimas zu beobachten, die durch verunsicherte Konsumenten und unklare wirtschaftliche Perspektiven bedingt ist.

Ein Rückblick auf die Entwicklungen

Im Jahr 2024 gab es eine leichte Erholung der Verbraucherstimmung, die jedoch nur temporär war. Zu Jahresende stiegen die Einkommenserwartungen und die Anschaffungsneigung wieder an, während die Sparneigung sank. Dennoch belasten hohe Lebensmittel- und Energiepreise sowie Sorgen um den Arbeitsplatz die Verbraucher erheblich. Die Verdienstaussichten bleiben unter dem Niveau des Sommers 2024, was weitere Unsicherheiten mit sich bringt.

Die gesammelten Daten stammen aus rund 2.000 Verbraucherinterviews, die die Grundlage der GfK Konsumklimastudie bilden, die seit 1980 monatlich erhoben wird. Die Erhebung wird seit Oktober 2023 gemeinsam von GfK und dem Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM) durchgeführt, um eine umfassendere Analyse des Konsumverhaltens zu gewährleisten.

Zukunftsperspektiven im Konsumklima

Die derzeitige Situation in der deutschen Industrie, darunter Unternehmenspleiten und drohende Werkschließungen, verstärkt Sorgen um die eigene Arbeitsplatzsituation. Dies wirkt sich besonders negativ auf die Anschaffungsneigung aus, die den niedrigsten Wert seit Juni 2024 erreicht hat. Die Verbraucher scheinen bei größeren Anschaffungen besonders zurückhaltend zu sein.

Bürkl betont, dass eine zügige Bildung einer neuen Bundesregierung sowie die Verabschiedung eines Haushalts positive Impulse setzen könnten. Dennoch bleiben die wirtschaftlichen Aussichten für 2025 verhalten, mit der Prognose, dass die Entwicklung der heimischen Wirtschaft stagnieren könnte. Die nächste Veröffentlichung der Konsumklimadaten erfolgt am 28. März 2025.

Für weiterführende Informationen und regelmäßige Updates zum Konsumklima in Deutschland kann die umfassende Analyse auf den Seiten von ZVW, NIM Presse sowie NIM Konsumklima verfolgt werden.