Das Wallraf-Richartz-Museum in Köln steht vor einer umfangreichen Generalsanierung, die voraussichtlich im September 2026 beginnen wird. Diese Schließung könnte bis zu 18 Monate dauern, und das Museum plant, Anfang 2028 wieder zu eröffnen. Mit der Sanierung wird ein neues Erweiterungsbauprojekt einhergehen. Die Gesamtkosten der Sanierung belaufen sich auf etwa 29 Millionen Euro, die für notwendige Maßnahmen wie die Erneuerung schadhafter Wasserleitungen sowie der Kälte- und Lüftungsanlagen verwendet werden sollen, wie Dewezet berichtet.

Das Wallraf-Richartz-Museum, als ältestes Museum der Stadt Köln, beherbergt eine Vielzahl bedeutender Kunstwerke, darunter Meisterwerke wie die „Madonna im Rosenhag“ von Stefan Lochner und ein Selbstbildnis von Rembrandt. Während der Schließung werden die Kunstwerke in Japan an drei verschiedenen Standorten ausgestellt, um sie der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Zuvor werden sie jedoch in einem sicheren Lager untergebracht, wie WDR ergänzt.

Sanierungsdetails und Herausforderungen

Das Museum sieht sich dabei mit mehreren Schäden und Mängeln konfrontiert. Besonders gravierend ist der Zustand der Kupferrohre, die vor der Jahrtausendwende verbaut wurden und nun marode und rissig sind. Neben der Erneuerung der Wasserleitungen müssen auch die Lüftungsanlagen und die Aufzüge ausgetauscht werden. Zudem ist eine Neugestaltung des Foyers geplant, um den Besuchern ein modernes Ambiente zu bieten, wie Dewezet berichtet.

Die Stadt Köln hat kürzlich den aktuellen Zeitplan der Bauarbeiten vorgestellt, wobei jedoch gewisse Unsicherheiten bestehen. Die Möglichkeit, den geplanten Zeitrahmen einzuhalten, könnte durch parallel laufende Bauvorhaben innerhalb der Innenstadt beeinträchtigt werden. Auch die Sanierung anderer Kulturinstitutionen, wie das Jüdische Museum Miqua, dessen Fertigstellung nicht vor Ende 2027 zu erwarten ist, wirft Fragen auf. Zudem wird das Römisch-Germanische Museum voraussichtlich erst 2030 wieder geöffnet werden können, was die Sorgen um die rechtzeitige Fertigstellung des Wallraf-Richartz-Museums verstärkt.

Kulturelle Aktivitäten während der Schließzeit

Um die kulturelle Präsenz während der Schließung aufrechtzuerhalten, plant das Wallraf-Richartz-Museum verschiedene Kunstaktionen in der Stadt. Details zu diesen Veranstaltungen werden in naher Zukunft bekannt gegeben. Die Stadt Köln zeigt sich optimistisch bezüglich der anstehenden Sanierung und sucht derzeit nach einem geeigneten Unternehmen für die Bauarbeiten. Nach Abschluss dieser Suche soll dann der exakte Termin für die Schließung bekanntgegeben werden, wie WDR weiter berichtet.

Die anhaltenden Sanierungen von Kulturgebäuden in Köln sind nicht neu, jedoch hofft die Stadt, aus den Erfahrungen der Vergangenheit zu lernen. Die erfolgreiche Renovierung des Wallraf-Richartz-Museums wäre ein positives Zeichen für die gesamte Kölner Museumslandschaft und könnte auch als Modell für andere nachhaltige Sanierungsprojekte in Deutschland dienen, wie sie beispielsweise in SIZ Energie+ beschrieben werden.