In der Nacht zum 19. März 2025 verbrannte die 111 Jahre alte „Kissinger Hütte“ in der bayerischen Rhön nahezu vollständig, nachdem gegen 4:20 Uhr ein Feuer gemeldet wurde. Anwohner vom Sandberg entdeckten die Flammen, als die Feuerwehr eintraf, stand der Dachstuhl bereits in Vollbrand. Glücklicherweise gab es keine Verletzten, da die Hütte zu diesem Zeitpunkt nicht besetzt war. Mehr als 120 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei waren vor Ort, um die Flammen zu bekämpfen. Der Hauptbrand konnte am späten Vormittag gelöscht werden, jedoch musste die Löschwasserversorgung aufgrund der Lage vor Ort mit Tankfahrzeugen aufrechterhalten werden, was die Löscharbeiten zusätzlich erschwerte, wie die Fuldaer Zeitung berichtet.

Der Brandherd wird im Altbau der „Kissinger Hütte“ vermutet, in dem das Feuer wohl im Erdgeschoss, genauer gesagt im Küchenbereich, ausbrach. Der ältere Gebäudeteil brannte vollständig nieder, während der neuere Teil mit den Schlafmöglichkeiten und dem Gastronomiebereich unbeschädigt blieb. Der Sachschaden wird auf mehrere 100.000 Euro geschätzt. Der Betreiber der Hütte, der Rhönklub Zweigverein Bad Kissingen, bezeichnete das Ereignis als eine Katastrophe für die Region. Die „Kissinger Hütte“, die eine 360-Grad-Sicht über das Mittelgebirge bietet, war ein beliebter Anlaufpunkt für Wanderer aus Bayern, Hessen und Thüringen und bot Platz für bis zu 300 Gäste und 59 Übernachtungsplätze. Im Jahr 1914 als König-Ludwig-Hütte erbaut, bleibt die Zukunft der Hütte nun ungewiss, während Gespräche und finanzielle Unterstützung gesucht werden müssen.

Ermittlungen zur Brandursache

Brandermittler haben bereits ihre Arbeit aufgenommen, um die Ursachen des verheerenden Brandes zu klären. Das Feuer stellte nicht nur einen großen Verlust für die umliegende Gemeinschaft dar, sondern warf auch Fragen zur Brandsicherheit in ähnlichen Einrichtungen auf. Ein Blick auf aktuelle Statistiken im Brandschutz zeigt, dass es keine umfassende, einheitliche Brandstatistik für Deutschland gibt, was die Entwicklung präventiver Maßnahmen erschwert, wie auf FeuerTrutz erwähnt wird.

Die Beschädigung des Gastronomiebereichs beeinflusst den Betrieb der Hütte erheblich, da sie nicht nur als Unterkunft dient, sondern auch als gastronomisches Angebot in der Region. Der Landrat Thomas Bold äußerte seine Bestürzung über die Schadenslage und betonte die Notwendigkeit, die Region bei der Wiederherstellung und dem Wiederaufbau der „Kissinger Hütte“ zu unterstützen. Die Wichtigkeit solcher Einrichtungen für den regionalen Tourismus und die Erholung kann nicht hoch genug eingeschätzt werden.