Die Karnevalszeit erlebte am 3. März 2025 in Sachsen-Anhalt ein erstes Highlight. Dieses Jahr stehen die traditionellen Rosenmontagszüge in Halle und Köthen im Mittelpunkt, die von zahlreichen Narren und Feiernden erwartet werden. In Anlehnung an die Feierlichkeiten in anderen deutschen Karnevalshochburgen wie Köln, Düsseldorf und Mainz, wird auch hier mit viel Freude und festlicher Stimmung gefeiert. Merkur berichtet von den Vorbereitungen und dem bunten Treiben der Festteilnehmer.
In Köthen dürfen sich die Besucher auf ein zauberhaftes Motto freuen: „Märchenzauber überall, Kukakö macht Karneval!“. Der Umzug wird um 11.11 Uhr gestartet und bringt rund 2.300 Teilnehmer auf die Beine. Besondere Ehrung finden das Kinderprinzenpaar Prinz Luca I. und Prinzessin Aliya I., die mit viel Charme die Festlichkeiten begleiten. Dies ist bereits die 35. Auflage des Umzugs durch die Innenstadt von Köthen.
Rosenmontag in Halle
Doch auch die Stadt Halle hält mit ihrer eigenen Planung Schritt. Unter dem Motto „Die Welt im Narrenspiegel“ werden etwa 1.500 Mitwirkende aus 48 Vereinen erwartet. Das Stadtprinzenpaar, bestehend aus Lars I. und Nancy I., wird das Geschehen anführen. Die Feststrecke erstreckt sich über neun Kilometer durch die Innenstadt bis hin zum Markt, wo die Feierlichkeiten ihren Höhepunkt erreichen.
Die Feierlichkeiten zum Karneval sind tief in den Bräuchen der Region verwurzelt. Wie MDR erläutert, beziehen sich die Begriffe „Karneval“, „Fasching“ und „Fastnacht“ auf das bevorstehende Fasten. Der Karneval, von lateinischem „carnelevare“ abgeleitet, ist der letzte große Festtag, bevor in der Fastenzeit der Verzehr von Fleisch und anderen tierischen Produkten verboten ist.
Vielfalt des Karnevals
Im gesamten Bundesgebiet variieren die Ausprägungen des Karnevals stark. Während in den rheinischen Hochburgen wie Köln, Bonn und Mainz die Straßen während der Feierlichkeiten in ein Meer aus bunten Kostümen und guter Laune getaucht sind, sehen die Feierlichkeiten in Sachsen-Anhalt etwas anders aus, jedoch mit eigenem Charme. Alumniportal Deutschland hebt hervor, dass Karneval in katholisch geprägten Regionen seit Jahrhunderten gefeiert wird, während in protestantischen Gebieten die Begeisterung erst in den letzten 30 Jahren zugenommen hat.
Das Ende der Karnevalszeit fällt traditionell in die Nacht auf den Aschermittwoch, wenn die Feierlichkeiten ihren Höhepunkt erreicht haben. Ein unverzichtbarer Bestandteil sind die kreativen Kostüme, die Motivwagen und das Werfen von Süßigkeiten, das in vielen Regionen als „Kamelle“ bekannt ist. Die Vorfreude auf die bevorstehenden Umzüge in Halle und Köthen zeigt, dass der Karneval auch in Sachsen-Anhalt seinen Platz in den Herzen der Menschen gefunden hat.