Der Westenhellweg in Dortmund sieht sich wie viele andere deutsche Innenstädte mit signifikanten Herausforderungen konfrontiert. Der Rückgang von Kundenfrequenzen und die zunehmende Schließung von Geschäften haben sich insbesondere seit der Corona-Pandemie verstärkt, wodurch ein klarer Trend hin zum Online-Shopping erkennbar ist. Katharina Dienes, Expertin für moderne Stadtentwicklung vom Fraunhofer-Institut, hebt hervor, dass Städte, die über attraktive Altstädte oder einen hohen touristischen Wert verfügen, weniger stark von diesen Veränderungen betroffen sind. Laut Dienes können jedoch auch Städte wie Dortmund aktiv werden, um den Wandel zu gestalten.

Eine zentrale Erkenntnis von Dienes ist die Notwendigkeit, unterschiedliche Interessen der Innenstadtbesucher zu berücksichtigen und Räume zu schaffen, die für alle Altersgruppen ansprechend sind. Die Kommunikation zwischen verschiedenen Interessengruppen, einschließlich Bürgern und Einzelhändlern, ist dabei von entscheidender Bedeutung. Sie schlägt vor, neue Pläne zunächst in Form von Testprojekten auszuprobieren, um deren Wirksamkeit zu evaluieren. Zudem könnte Dortmund von Förderprogrammen profitieren, die speziell Start-ups unterstützen und damit frischen Wind in die Innenstadt bringen.

Strategien zur Belebung der Innenstädte

Die Diskussion um die zukünftige Entwicklung der Innenstädte zeigt, dass viele Faktoren die Attraktivität als Handelsstandorte beeinflussen. Die Gewichtung von Einzelhandelsunternehmen hat durch die Umsatzverschiebungen in den Online-Handel stark abgenommen. Das Ergebnis ist ein Rückgang der Fußgängerfrequenzen sowie der Umsätze im stationären Einzelhandel. Innenstädte müssen sich daher zunehmend als Orte der Kommunikation und Freizeitgestaltung neu definieren. Veränderungen in den Konsumgewohnheiten haben dazu geführt, dass viele Städte unter steigenden Leerständen leiden, die durch die Corona-Krise weiter verschärft wurden, während beispielsweise die Gastronomie ebenfalls nicht unberührt bleibt.

Eine aktuelle Studie zeigt prognostizierte Rückgänge bei Einzelhandelsunternehmen um bis zu 14 % und bei Gastronomiebetrieben um 6-7 %. Für die Gesamtzahl der Gewerbebetriebe wird ein Anstieg der Leerstandsquote in B- und C-Lagen von 10 auf 15 % bzw. von 13 auf 21 % erwartet. Dies verdeutlicht den dringenden Handlungsbedarf zur Belebung der Innenstädte. Die Schaffung attraktiver Räume zur Begegnung und die Förderung von Handwerk, Kunst und Kultur sind unverzichtbare Ansätze.

Der Weg in eine zukunftsfeste Innenstadt

Der Bereich um den Westenhellweg in Dortmund könnte von der Etablierung einer großen Markthalle profitieren, die nach dem Vorbild der Markthalle in Rotterdam das soziale Leben in die Stadt zurückbringen würde. Solche Begegnungsstätten sorgen für Lebendigkeit und können helfen, vom reinen Konsum abzurücken. Die Zukunft der Innenstädte sollte eine Mischung aus Wohnraum und Einzelhandel vorsehen und die Bedeutung von kulturellen Angeboten weiter betonen.

Die Innenstädte stehen somit vor der Herausforderung, ihre Rolle neu zu definieren und für die kommenden Jahre nachhaltig zu gestalten. Handwerksbetriebe und gemeinsame Projekte könnten helfen, den Verfall zu stoppen und die Komplexität der städtischen Handelslandschaft zu bereichern. Die Rückkehr von Produktionsbetrieben und die Integration von mehr Grünflächen könnten zur Attraktivität der innerstädtischen Lage beitragen, während der Onlinehandel und die Digitalisierung weiter wachsen.

Für Dortmund und ähnliche Städte bedeutet das: Es ist Zeit für neue Ideen und Partnerschaften, um die Innenstadt als multifunktionalen Raum zu etablieren und an die Bedürfnisse der Bürger anzupassen. Der Aufruf an die Bundesregierung, die entsprechenden finanziellen Rahmenbedingungen zu schaffen, wird lauter, denn die Zukunft der Innenstädte hängt entscheidend von effektiven Strategien ab.

Ruhr24 berichtet, dass …
Der Handelsverband Deutschland hebt hervor, dass …
Die Studie von imakomm zeigt, dass …