Juri Knorr, der talentierte Handball-Nationalspieler der Rhein-Neckar Löwen, hat gesundheitliche Probleme, die ihn vorerst aus dem Spielbetrieb herausreißen. Nach den Strapazen der Weltmeisterschaft ist er besonders belastet und wird am kommenden Sonntag, dem 11. Februar 2025, im Spiel gegen den HSV Hamburg nicht zur Verfügung stehen. Diese Informationen präsentiert der Weser Kurier.

Trainer Sebastian Hinze äußerte sich zu Knorrs Zustand und berichtete von leichten Beschwerden, die zunächst behoben werden müssen. Bislang hat der Spieler nicht mit der Mannschaft trainiert, was seine Rückkehr umso unwahrscheinlicher macht. Auch während der WM war Knorr nicht in Bestform: Er verpasste krankheitsbedingt die Hauptrundenspiele gegen Italien und Tunesien, konnte jedoch in der Viertelfinal-Niederlage gegen Portugal teilnehmen.

Gesundheitliche Rückschläge und Teamdynamik

Noch am vergangenen Wochenende befand sich Knorr in Deutschland zu Untersuchungen, was laut seinem Teamkollegen David Späth eine langsam bessere Genesung ankündigt. Späth, der gut mit Knorr befreundet ist, betonte, dass die Gesundheit des Spielers oberste Priorität hat, und er nur spielen sollte, wenn er vollständig fit ist. Trainer Alfred Gislason gibt an, dass Knorrs Zustand sich „erheblich verbessert“ hat, doch eine Rückkehr zum Team steht bis Mittwoch aus.

Während Knorrs Abwesenheit glänzte Marko Grgic mit einer herausragenden Leistung und erzielte im Spiel gegen Tunesien elf Tore. Er hob die Bedeutung von Knorr für die Mannschaft hervor und äußerte Vertrauen in die Qualitäten der restlichen Spieler, um den Ausfall von Knorr zumindest zeitweise zu kompensieren. Die Situation wirft jedoch einen Schatten auf die Ambitionen des Teams für die restliche WM.

Verletzungsgefahren im Handball

Der Fall von Juri Knorr verdeutlicht die Problematik von Verletzungen im Handballsport. Laut dem VBG Sportreport haben Handballer die höchsten verletzungsbedingten Ausfallzeiten, im Durchschnitt 34 Tage pro Spieler. Verletzungen sind ein großes Risiko und haben direkte medizinische Kosten sowie erhebliche finanzielle Einbußen zur Folge. In der vergangenen Saison wurden im Handball insgesamt 1.927 Verletzungen verzeichnet, was die Notwendigkeit einer verbesserten Prävention unterstreicht.

Mit Blick auf die nächsten Spiele hofft das Team der Rhein-Neckar Löwen, dass Juri Knorr bald wieder zur Verfügung stehen kann. Die Spieler und Trainer sind sich einig, dass die Gesundheit des Nationalspielers das Wichtigste ist, und sie sind bereit, ihn die notwendige Zeit für eine vollständige Genesung zu geben.