Am 26. Februar fiel ein Junge aus einem Dachfenster im Stralsunder Schulzentrum am Sund. Dies berichtete die Ostsee-Zeitung. Zunächst wurde fälschlicherweise gemeldet, dass das Kind an seinen Verletzungen verstorben sei. Diese Information wurde jedoch am späten Donnerstagnachmittag von der Polizei korrigiert, die bestätigte, dass sich der Junge weiterhin im Krankenhaus befindet und behandelt wird. Der aktuelle Gesundheitszustand des Kindes wurde nicht näher erläutert.
Die Polizei gab zudem bekannt, dass derzeit keine Hinweise auf eine Straftat vorliegen. In diesem Zusammenhang wird auch auf die Hilfsangebote für Personen mit Depressionen und Suizidgedanken hingewiesen, einschließlich der Telefonseelsorge.
Unfallstatistiken zur Sicherheit von Kindern
Unfälle gehören zu den größten Gesundheitsgefahren für Kinder und Jugendliche in Deutschland. Laut einem Bericht von kindersicherheit.de sind Unfälle für Kinder ab einem Jahr die häufigste Todesursache. Jedes achte verunfallte Kind muss mindestens eine Nacht im Krankenhaus verbringen. Die Statistiken zeigen, dass:
- 43,8% der Unfälle im häuslichen Umfeld geschehen.
- 24,2% in Schulen oder anderen Betreuungseinrichtungen passieren.
- 17,4% auf Spielplätzen oder in Sporteinrichtungen vorkommen.
Im Jahr 2021 lebten in Deutschland etwa 11,5 Millionen Kinder unter 15 Jahren. 16,5% der Kinder im Alter von 1 bis 17 Jahren suchten innerhalb eines Jahres aufgrund eines Unfalls medizinische Hilfe. Jungen sind dabei mit 18,6% häufiger betroffen als Mädchen mit 14,3%.
Die Umstände des Sturzes aus dem Fenster in Stralsund verdeutlichen die Risiken, denen Kinder sowohl zuhause als auch in Einrichtungen ausgesetzt sind. Hochgerechnet suchten 2021 rund 1,9 Millionen Kinder nach einem Unfall einen Arzt auf, wobei mehr als 167.000 von ihnen im Krankenhaus stationär behandelt werden mussten. Tragischerweise zählte das Statistische Bundesamt im gleichen Jahr 163 Kinder unter 15 Jahren, die aufgrund von Unfällen verstarben, darunter 22 Säuglinge unter einem Jahr.