Die Unternehmensinsolvenzen in Mittelsachsen haben einen alarmierenden Anstieg von über 30 Prozent erfahren. Wie Sächsische.de berichtet, sind besonders zwei Sektoren stark betroffen, was zu einer Vielzahl von Insolvenzen geführt hat. Im letzten Jahr wurden insgesamt 340 Insolvenzen im Landkreis registriert, wovon 45 auf Unternehmen entfielen.
Ein Blick auf die betroffenen Firmen zeigt, dass neben der MBW-Gruppe mit Standort in Hartha auch die Waldheimer Firma P&W sowie der Kinderschutzbund Döbeln zu den insolventen Unternehmen zählen. Diese Entwicklungen sind Teil eines größeren Trends, da Sachsen insgesamt im Jahr 2024 rund 16 Prozent mehr Insolvenzen im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete.
Steigende Forderungen und betroffene Arbeitsplätze
Im Landkreis Mittelsachsen beläuft sich die voraussichtliche Summe an Forderungen laut dem Statistischen Landesamt Sachsen auf fast 70 Millionen Euro. Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten haben zudem mehr als 395 Arbeitnehmer in der Region betroffen, wobei vor allem Gesellschaften und Einzelunternehmen unter den Insolvenzen litten.
Der Anstieg der Insolvenzen ist nicht nur auf Mittelsachsen beschränkt. In Dresden und dem Erzgebirgskreis gab es sogar noch höhere prozentuale Steigerungen. Dies wirft einen Schatten auf die wirtschaftliche Stabilität der Region und zeigt die Herausforderungen, mit denen viele Unternehmen konfrontiert sind.
Für Interessierte sind weiterführende Statistiken zu Unternehmensinsolvenzen in Deutschland auf der Webseite von Destatis zu finden.