Die Inflationsrate in Deutschland verharrt im Februar 2025 bei 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Dies ist identisch mit der Rate aus dem Januar 2025 und zeigt eine gewisse Stabilität der Verbraucherpreise, die insgesamt um 0,4 Prozent von Januar auf Februar gestiegen sind, wie tagesschau.de berichtet.

Die Preispolitik entwickelt sich jedoch regional unterschiedlich. In den Bundesländern variiert die Inflationsrate, wobei Nordrhein-Westfalen mit 1,9 Prozent am niedrigsten und Sachsen-Anhalt mit 3,0 Prozent den höchsten Anstieg verzeichnet. Baden-Württemberg zeigt eine Inflationsrate von 2,5 Prozent. Im Dezember 2024 lag die Inflation im Durchschnitt bei 2,6 Prozent, was eine Abnahme im Vergleich zum Höchststand von 8,8 Prozent im Herbst 2022 darstellt, wie die Sächsische.de feststellt.

Preisentwicklung im Detail

Die Kerninflation, die ohne die Preise für Energie und Nahrungsmittel berechnet wird, sank von 2,9 Prozent im Januar auf 2,6 Prozent im Februar 2025. Dies deutet auf einen gesunkenen Druck auf die Preise in diesen Bereichen hin. Während die Energiepreise im Februar um 1,8 Prozent gesenkt wurden, stiegen die Lebensmittelpreise um 2,4 Prozent, was im Vergleich zum Januar, wo die Zunahme nur 0,8 Prozent betrug, bemerkenswert ist.

Die Preise für Dienstleistungen verteuerten sich im Schnitt um 3,8 Prozent. Im Januar wiesen sie einen Anstieg von 4,0 Prozent auf, was zeigt, dass der Dienstleistungssektor weiterhin unter Preisdruck steht. Verbraucher äußern vermehrt Sorgen über die steigenden Lebenshaltungskosten, was auf anhaltende Unsicherheiten in der wirtschaftlichen Lage hinweist.

Prognosen und geldpolitische Maßnahmen

Ökonomen erwarten für das laufende Jahr 2025 eine durchschnittliche Teuerungsrate von etwas über zwei Prozent, was dem inflationspolitischen Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB) nahekommt, das bei 2,0 Prozent liegt. Die EZB erwartet eine Zinssenkung um 0,25 Prozentpunkte auf 2,5 Prozent bei der kommenden Sitzung am 6. März 2023, was eine Fortsetzung der geldpolitischen Lockerung markiert, die seit Juni 2024 durchgeführt wird.

Das Statistische Bundesamt misst diese Veränderungen über den nationalen Verbraucherpreisindex (VPI), der die Preisentwicklung aller Waren und Dienstleistungen erfasst, die Haushalte konsumieren. Der VPI wird regelmäßig überarbeitet, zuletzt im Februar 2023, um aktuelle Marktverhältnisse abzubilden. In der Eurozone wird die durchschnittliche Teuerungsrate ebenfalls betrachtet, mit einem erwarteten Rückgang auf 2,3 Prozent in den nächsten Veröffentlichungen.

Insgesamt lässt sich feststellen, dass sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen langsam stabilisieren, jedoch auch weiterhin Herausforderungen durch steigende Dienstleistungen und Nahrungsmittelpreise bestehen, wie auf destatis.de nachzulesen ist. Verbraucher und Ökonomen müssen sich auf eine Inflation einstellen, die in den kommenden Jahren möglicherweise bei über zwei Prozent verharrt.