In Holzminden hat die Stadtverwaltung gemeinsam mit der Kreisverwaltung, dem Abfallwirtschaftsverband AWH und den Stadtwerken einen Maßnahmenkatalog gestartet, um die Sauberkeit im öffentlichen Raum zu verbessern. Dies wurde notwendig, da an Altglascontainern zunehmend Müll hinterlassen wird, der dort nicht hingehört, darunter auch Sperrmüll. Zudem sind nicht nur die Glascontainer betroffen, sondern auch Wälder, Wiesen und die Innenstadt sind mit Verschmutzungen konfrontiert.
Bürgermeister Christian Belke, der als Initiator der Projektgruppe fungiert, hebt die finanziellen und umwelttechnischen Belastungen hervor, die durch die Müllproblematik entstehen. In diesem Zusammenhang wurden erste Maßnahmen zur Bekämpfung der Sauberkeitsproblematik ergriffen.
Maßnahmen zur Abfallvermeidung
Der neu entwickelte Maßnahmenkatalog beinhaltet verschiedene Ansätze, die gezielt auf die Müllproblematik eingehen. Ein zentrales Element sind 16 Hinweisschilder, die in mehreren Sprachen an Glascontainerstandorten aufgestellt werden. Diese sollen die Bürger sensibilisieren und über die richtige Nutzung der Container informieren. Die Standorte für die Schilder umfassen unter anderem die Liebigstraße, Mönchwerder, Papiermühle und Bleiche. An den vier letzten Standorten werden die Schilder nicht fest verankert, da eine eventuelle Verlegung oder Aufgabe geprüft wird.
Um die Effektivität der Maßnahmen zu erhöhen, wird der Fachbereich Ordnung und Verkehr verstärkte Kontrollen durchführen. Ziel ist es, Ordnungswidrigkeiten aufzudecken und entsprechende Bußgelder zu verhängen. Zudem sollen durch verstärkte Öffentlichkeitsarbeit Awareness-Kampagnen sowie Mitmach-Aktionen gefördert werden.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Sensibilisierung von Kindern in Kindertagesstätten und Schulen für Themen wie Abfallvermeidung und Ressourcenschonung. Die Stadtverwaltung sucht auch aktiv Paten – seien es Vereine, Organisationen oder Einzelpersonen – die sich um bestimmte Bereiche der Innenstadt kümmern. Initiativen wie die „Aktion saubere Landschaft“ und „Nestputzen“ sollen ausgeweitet werden, um die Bürger zu motivieren, sich für eine sauberere Umgebung einzusetzen.
Vielfältige Entsorgungsmöglichkeiten
Zur effizienten Abfallentsorgung bietet die Stadt Holzminden verschiedene Tonnen an. Dazu zählen die blaue Papiertonne, die Bio-Tonne, die graue Restmüll-Tonne sowie die gelbe Tonne für Verpackungsmaterial. Auch Altglas- und Altkleidercontainer stehen zur Verfügung. Die Zuständigkeit für die Abfallentsorgung liegt bei den jeweiligen Landkreisen, Städten und Abfallentsorgungsbetrieben, die den Bürgern weitere Informationen zur Verfügung stellen können.
Kurzfristige und langfristige Strategien
In der aktuellen Debatte um Abfallvermeidung wird in Deutschland auch über mögliche Verpackungssteuern nachgedacht, die lokal erhoben werden könnten. Mindestens 30 Kommunen arbeiten an solchen Verordnungen, die auch durch Forschungsprojekte wie „Circular Cities NRW“ unterstützt werden. Um die Abfallvermeidung zu optimieren, wurden sieben Tipps entwickelt, die sowohl die IST-Situation als auch die межkommunale Zusammenarbeit berücksichtigen und die Zivilgesellschaft aktiv einbeziehen sollen.
Das Ziel dieser umfassenden Aktionen und Strategien in Holzminden ist es, eine stadtweite gemeinsame Initiative zur Sauberkeit zu initiieren, an der sich Bürger, Unternehmen und Vereine beteiligen können. Der Erfolg dieser Bemühungen hängt nicht nur von der Stadtverwaltung ab, sondern auch von der aktiven Mitwirkung der gesamten Bevölkerung.
Für weitere Informationen zur Abfallentsorgung in Holzminden können Bürger die Webseite der Stadt Holzminden besuchen. Zudem finden sich wertvolle Tipps zur Abfallvermeidung auf kommunal.de.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es ein gemeinsames Ziel ist, die Sauberkeit in Holzminden durch ein aktives Vorgehen aller Beteiligten zu steigern. Der Erfolg dieser Initiative könnte Modellcharakter für andere Kommunen haben.
Für detailliertere Informationen zu den Maßnahmen berichtet dewezet.de über die jeweiligen Schritte und Fortschritte.