Die Universität Hohenheim in Stuttgart hat im Gründungsradar 2025 einen bemerkenswerten dritten Platz unter den mittelgroßen Universitäten in Deutschland erzielt. Mit diesem Erfolg wird die Hochschulinitiative für ihre vorbildliche Förderung der Gründungskultur anerkannt. Der Gründungsradar, der vom Stifterverband und der Heinz Nixdorf Stiftung erstellt wird, bewertet die Gründungsförderung an deutschen Hochschulen und umfasst in diesem Jahr insgesamt 191 Institutionen, die sich aktiv mit dem Thema Gründung beschäftigen. Die Universität Hohenheim konnte sich gegen viele andere Einrichtungen behaupten und steht nur hinter dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unter den neun Landesuniversitäten in Baden-Württemberg.

Ein wesentlicher Bestandteil der Gründungsförderung an der Universität Hohenheim ist die Unterstützung des Unternehmergeistes während des Studiums. Die Hochschule plant, ihre Netzwerkarbeit weiter auszubauen und beteiligt sich am INSPIRE2Start-Hub, welcher innovative und nachhaltige Unternehmensideen in der Region Stuttgart fördert. Das InnoGreenhouse auf dem Campus der Universität ist hierbei ein weiterer wichtiger Baustein. Dort werden Co-Working-Spaces, Förderberatungen, Workshops und Pitching-Events angeboten, die dazu beitragen, kreative Ideen in erfolgreiche Geschäftsmodelle umzuwandeln.

Förderprogramme für Gründer

Zusätzlich zu den allgemeinen Gründungsinitiativen bietet die Universität Hohenheim spezifische Programme zur gezielten Förderung von Frauen an, wie das EXIST-Women-Programm und das MentHo-Programm. Diese Initiativen sind darauf ausgerichtet, weibliche Gründerinnen zu unterstützen und ihnen den Zugang zu Ressourcen und Netzwerken zu erleichtern. Die Daten, die im Gründungsradar dargestellt werden, beziehen sich auf das Jahr 2023 und zeigen die Entwicklung in der Gründungsförderung innerhalb der Hochschullandschaft in Deutschland.

Ein aktuelles Beispiel für die aktive Unterstützung von Start-ups ist der Foodtech-Accelerator „FoodBRYCKE“, der Ideen im Lebensmittelbereich fördert. Interessierte können sich nun bewerben und von den umfassenden Ressourcen der Universität profitieren. Des Weiteren veröffentlichten Dr. Leif Brändle und die Bertelsmann Stiftung eine neue Publikation, die den Einfluss sozialer Mobilität auf die Gründungslandschaft in Deutschland beleuchtet.

Synergien im Startup-Ökosystem

In einem breiteren Kontext zeigt sich, dass auch andere Hochschulen in Deutschland ähnliche Programme anbieten, um das Gründungspotenzial von Studierenden und Forschern zu fördern. Die Berliner Universitäten, zum Beispiel, stellen Überbrückungen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft durch verschiedene Initiativen her, die Unterstützung bei der Entwicklung von Geschäftskonzepten und Prototypen bieten. Programme wie das Berliner Startup Stipendium und das EXIST-Gründerstipendium sind darauf ausgelegt, innovative und technologieorientierte Ideen zu fördern und finanzielle Unterstützung zu leisten.

Die Universität Hohenheim nimmt somit nicht nur im regionalen Rahmen eine führende Rolle in der Gründungsförderung ein, sondern leistet auch im Rahmen nationaler Initiativen einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung von Gründerinnen und Gründern in Deutschland.