Am 6. März 2025 wird die Elbe, einer der größten Flüsse Europas, hinsichtlich ihrer Wasserstände genauer unter die Lupe genommen. Die Elbe entspringt in Tschechien und fließt durch Ostdeutschland bis zur Nordsee, wo sie bei Brunsbüttel mündet. Wichtige Städte entlang des Flusses sind unter anderem Dresden, Dessau, Magdeburg und Wittenberge. Aktuell sind Informationen zu Hochwasser-Warnungen in Sachsen verfügbar, um Anwohner und Reisende zu sensibilisieren.
Die Pegelstände der Elbe haben eine zentrale Bedeutung im Hochwassermanagement. Die Werte von November 2010 bis Oktober 2020 zeigen das mittlere Niedrigwasser (MNW) bei 82 cm, den mittleren Wasserstand (MW) bei 172 cm und das mittlere Hochwasser (MHW) bei 505 cm. Außerdem wurden mit 30 cm der niedrigste Niedrigwasserstand (NNW) und 1204 cm der höchste Hochwasserstand (HHW) ermittelt.
Hochwasser-Warnstufen in Sachsen
In Sachsen gibt es mehrere Alarmstufen für Hochwasser:
- Alarmstufe 1: Kleines Hochwasser – Beginn der Ausuferung.
- Alarmstufe 2: Mittleres Hochwasser – Überflutung von Grünland, Ausuferung bis Deichfuß.
- Alarmstufe 3: Großes Hochwasser – Überflutung einzelner Grundstücke, Straßen, Keller.
- Alarmstufe 4: Sehr großes Hochwasser – Überflutung größerer Flächen in bebauten Gebieten.
Diese Warnungen werden durch diverse Institutionen wie Bundes- und Landesbehörden, Kreise, Polizei und Feuerwehr kommuniziert. Hochwasserzentralen sowie Hochwassermeldedienste sind während Hochwassergefahr aktiv und informieren über verschiedene Kanäle, darunter Radio, Fernsehen, Lautsprecherwagen und digitale Medien.
Maßnahmen zur Hochwasserentlastung
Die Hochwassermanagement-Strategien entlang der Elbe beinhalten auch den Einsatz von Flutungspoldern. Diese wurden seit den 1950er Jahren zur Hochwasserentlastung insbesondere an der Havelmündung entwickelt. Polder und Havelniederungen haben sich bei den Elbhochwassern 2002 und 2013 als wirksam erwiesen. Eine Koordinierungsstelle prüft den Einsatz der Havelpolder bei drohender Hochwassergefahr in der Elbe, unterstützt durch einen Staatsvertrag von 2008 zwischen mehreren Bundesländern und der Bundesrepublik Deutschland.
Das Projekt zur Optimierung der Havelpoldernutzung, das 2015 initiiert wurde, stellt einen Teil des Nationalen Hochwasserschutzprogramms (NHWSP) an der Unteren Havel dar. Die Bereitstellung grundlegender Informationen zur Flutung dieser Gebiete und den Ergebnissen des NHWSP-Projekts trägt zur besseren Vorbereitung und Reaktion auf Hochwasserereignisse bei.
Die Wasserstände der Elbe werden auch weiterhin genauestens beobachtet, um schnell auf Hochwassergefahren reagieren zu können. Der höchste Wasserstand, der jemals bei Schöna verzeichnet wurde, betrug 1204 cm am 16. August 2002, während der niedrigste Wasserstand 30 cm am 6. Januar 1954 erreichte. Solche Informationen sind für die betroffenen Regionen von großer Bedeutung, um frühzeitig Maßnahmen zur Gefahrenabwehr zu ergreifen.
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Sicherstellung des Hochwasserschutzes an der Elbe eine kontinuierliche Herausforderung darstellt, die durch effektive Warnsysteme und präventive Maßnahmen unterstützt wird.
Weitere Informationen zu diesem Thema bietet die Sächsische und die FGG Elbe.