In der heutigen Welt scheinen immer mehr Menschen unter der aktuellen geopolitischen Lage zu leiden. Die tägliche Berichterstattung über Krisen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft belastet die Gesellschaft. Gerade Entwicklungen in Washington, der Ukraine, Berlin und Brüssel dominieren die Schlagzeilen. In diesem Kontext besteht jedoch die Gefahr, dass andere wichtige Krisenherde in den Hintergrund gedrängt werden. Um darauf hinzuweisen und gleichzeitig einen Lichtblick zu senden, betont die deutsche Entwicklungshilfeministerin Svenja Schulze das drängende Bedürfnis nach Unterstützung für Krisen- und Schwellenländer. Laut t-online.de ist es wichtig, diesen Themen Aufmerksamkeit zu schenken und sich aktiv mit den Herausforderungen auseinanderzusetzen.

Um mehr über diese Thematik zu erfahren, empfiehlt der Artikel einen Podcast mit Schulze und der Journalistin Lisa Raphael. Der Autor kündigt an, sich bald wieder zu melden und wünscht den Lesern einen angenehmen Sonntag, während er dazu einlädt, den Newsletter an Freunde weiterzuleiten.

Steigende Entwicklungshilfen

Im Jahr 2023 sind die Gelder für Entwicklungszusammenarbeit um 1,8 % im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, was einen Rekordwert markiert. Diese Entwicklung wird insbesondere durch die geforderte humanitäre Hilfe und langfristige Projekte zur Erreichung nachhaltiger Entwicklungsziele bedingt, wie auf globalcitizen.org berichtet. Die Hauptziele dieser Initiative sind die Bekämpfung von Armut und Hunger, die Förderung der Geschlechtergerechtigkeit sowie die Stärkung von Gesundheitssystemen.

Die steigenden Ausgaben sind eine direkte Reaktion auf die globalen Krisen, insbesondere den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine. Die Bilateralen ODA-Ausgaben für die Ukraine erreichten im Jahr 2023 mit 20 Milliarden US-Dollar einen Höchstwert für ein einzelnes Land. Dies übertraf die ODA-Ausgaben für Subsahara-Afrika. Zudem stiegen die Ausgaben für humanitäre Hilfe um 4,8 %. Trotz dieser positiven Entwicklung sind in 17 Ländern die öffentlichen Entwicklungshilfen zurückgegangen.

Die Rolle Deutschlands in der internationalen Entwicklungshilfe

Deutschland gehört zu den größten Geberländern in der Entwicklungszusammenarbeit, mit einem Fördervolumen von 36,68 Milliarden US-Dollar im Jahr 2023. Dies entspricht einem Rückgang von 5,8 % im Vergleich zum Vorjahr. Die ODA-Quote Deutschlands sank von 0,83 % auf 0,79 % und zeigt einen abnehmenden Trend. Zu den größten Geberländern zählen neben Deutschland auch die USA mit etwa 66 Milliarden US-Dollar. Relativ gesehen haben Norwegen und Luxemburg die höchsten ODA-Quoten pro BNE mit 1,09 % bzw. 0,99 %.

Ein weiterer kritischer Punkt ist, dass die Ausgaben für Flüchtlinge im Inland 2023 auf 19,48 % gestiegen sind, was bedeutet, dass ohne diese Kosten die ODA-Quote Deutschlands nur bei 0,64 % läge. Kritiker argumentieren, dass die Einbeziehung dieser Kosten die ODA-Quote künstlich erhöht und fordern, dass Deutschland im kommenden Jahr keine weiteren Kürzungen bei den Hilfeleistungen für humanitäre Organisationen oder multilaterale Projekte vornimmt.