Die Fastnachtssaison in Ober-Roden ist in vollem Gange und wird von einer bunten Vielfalt an Veranstaltungen geprägt. Besonders hervorzuheben ist die Prinzliche Hofgarde der TG Ober-Roden, die in diesem Jahr ihr 40-jähriges Bestehen feiert. Neun ehemalige Prinzen und ein ehemaliger Kinderprinz sind Teil dieser historischen Gruppe, die derzeit zweimal wöchentlich unter der Leitung von Cassandra Kopp und Tatjana Jamin trainiert. Die Hofgarde hat sich einen festen Platz im Rahmen der Fastnachtssitzungen der TG Ober-Roden erarbeitet, und wird in den kommenden Wochen mindestens drei Auftritte feiern, was die Vorfreude auf die kommenden Feste weiter steigert.
Die Prinzliche Hofgarde, gegründet 1984/85 im Zuge der 1200-Jahr-Feier von Ober-Roden, ist als „Honoratioren-Truppe“ konzipiert und erkennt die Tradition des Karnevals, die tief in der Geschichte verwurzelt ist. Wie das Bundesarchiv erläutert, beziehen sich die Begriffe „Fastnacht“ und „Karneval“ auf die Zeit vor der Fastenzeit, in der ausgelassene Feiern Tradition haben. Solche Feierlichkeiten hatten oft einen mythischen oder religiösen Hintergrund und boten den Teilnehmern die Möglichkeit zur Anonymität und Gleichheit, unterstützt durch Maskierungen.
Festliche Höhepunkte und Ehrungen
Das Prinzenpaar Cassandra I. und Marcel I. verspricht eine stimmungsvolle Fastnachtskampagne. Während der letzten Sitzung wurden bereits die Kinderprinzenpaare Anna I. und Felix I. gefeiert. Sitzungspräsident Sascha Reisert verkündete die Vorfreude auf die erste Fremdensitzung, die passenderweise von den Eröffnungsklängen des TG-Musikzuges eingeleitet wurde. Besonders bemerkenswert ist, dass Cassandra I. während der Sitzung ihren 22. Geburtstag feierte. Die beiden Prinzenpaare, zusammen mit der Prinzlichen Hofgarde, tanzten aktiv auf der Bühne und bereicherten das Fest mit ihrem einzigartigen Charme.
Bei der jüngsten Sitzung wurden auch außergewöhnliche Ehrungen für langjährige Mitglieder vergeben. Ottmar Köhler erhielt das Goldene Vlies, während Horst Weiland mit einem Sonderorden ausgezeichnet wurde. Ein emotionaler Höhepunkt war die Verabschiedung von Karlheinz Weber, dem langjährigen Karnevalsabteilungsleiter, der mit stehenden Ovationen im Saal verabschiedet wurde. Das Publikum zeigte sich begeistert von den zahlreichen tänzerischen Darbietungen und den humorvollen Beiträgen, die von den verschiedenen Gruppen auf die Bühne gebracht wurden.
Soziale Projekte und Engagement
Die Prinzliche Hofgarde engagiert sich auch für soziale Projekte und verkauft Anstecker, von denen ein Euro pro Stück an den „Rödermärker Brotkorb“ geht. Die Anstecker kosten vier Euro und sind Abbildungen des großen Ordens, den jeder Prinz erhält. Diese Initiative zeigt, dass der Karneval nicht nur eine Zeit der Feierlichkeiten, sondern auch des Miteinanders und der Unterstützung für gute Zwecke ist. Die Altersspanne der Ex-Prinzen reicht von 38 bis 71 Jahren, wobei der älteste aktive Prinz, Hans-Georg Kunz, plant, nach dieser Saison in den passiven Bereich überzugehen.
In der kommenden Zeit bleibt es spannend, welche weiteren Höhepunkte die Fastnacht in Ober-Roden bereithält. Die Vorfreude auf die nächsten Auftritte der Prinzlichen Hofgarde und die Feierlichkeiten rund um das Prinzenpaar lassen erahnen, dass die Tradition der Fastnacht auch in Zukunft lebendig bleibt.
So blicken alle Beteiligten auf eine ereignisreiche Saison, die nicht nur den Spaß und die Freude an der Verkleidung und der Musik, sondern auch die Gemeinschaft und das Engagement für soziale Belange in den Vordergrund stellt.