Am 18. März 2025 brach in der Kissinger Hütte in der Rhön ein verheerendes Feuer aus. Die über 111 Jahre alte Hütte, die sich auf einer Höhe von 832 Metern auf dem Feuerberg befindet, ist ein beliebtes Ziel für Wanderer aus den umliegenden Bundesländern Bayern, Hessen und Thüringen. Zu dem Zeitpunkt des Brandes war die Hütte geschlossen, da Montag Ruhetag war, sodass glücklicherweise keine Gäste oder Betreiber in Gefahr waren.

Über 100 Feuerwehrleute kamen zum Einsatz, um das Feuer zu bekämpfen. Es wurde jedoch schnell klar, dass der alte Teil der anderthalb stockigen Hütte nicht mehr zu retten war. Er brannte vollständig aus, das Dach stürzt ein, während der angrenzende moderne Gebäudeteil, der Schlafmöglichkeiten bietet, von den Flammen unberührt blieb. Die Brandursache ist derzeit noch unklar, jedoch wird vermutet, dass das Feuer in der Küchenecke des Erdgeschosses ausbrach. Anwohner aus Kilianshof bemerkten den Brand und informierten die Feuerwehr.

Löschmaßnahmen und Sachschaden

Die Löschwasserversorgung stellte sich als schwierig heraus, da die Hütte hoch gelegen ist und das Wasser aus dem Tal geholt werden musste. Aufgrund der Lage der Hütte und der Ausmaße des Feuers dauerten die Löscharbeiten bis in die Vormittagsstunden an. Der Sachschaden wird auf mindestens 100.000 Euro geschätzt, nachdem der altbauliche Teil der Hütte als Totalschaden eingestuft wurde. Die Bürgermeisterin von Sandberg, Sonja Reubelt, zeigte sich entsetzt über den Vorfall.

Klingt bekannt?

Der Brand in der Kissinger Hütte erinnert an einen ähnlichen Vorfall, der am Vortag im Freizeit-Land in Geiselwind stattfand, ebenfalls in einer Küche entflammt. Dieses Muster legt nahe, dass möglicherweise eine dortige Brandursache oder eine allgemeine Fahrlässigkeit eine Rolle spielt. Laut Statistiken zu Waldbränden sind rund 77 Prozent dieser Brände auf ungeklärte Ursachen zurückzuführen, während etwa 14 Prozent durch Fahrlässigkeit verursacht wurden, wobei die Allgemeinheit oft involviert ist. Solche Vorfälle werfen ein Licht auf die Verantwortung, die Besucher in Waldgebieten und an beliebten Ausflugszielen tragen müssen.

Insgesamt ist der Brand in der Kissinger Hütte ein schwerer Rückschlag für die Betreiber des Rhönklubs, die zwischen 2019 und 2021 rund 1,1 Millionen Euro in die Sanierung investiert hatten. Der Verlust dieser historischen und kulturellen Stätte wird nicht nur von der Gemeinde, sondern auch von Wanderern und Naturfreunden tief bedauert.