In Kassel kam es zu einem erschütternden Verbrechen, als ein 44-jähriger Mann erstochen aufgefunden wurde. Im Stadtteil Rothenditmold entdeckte ein Fahrradfahrer die Leiche des Mannes. Nach Hinweisen aus der Bevölkerung gelang es der Polizei, zwei Tatverdächtige festzunehmen: eine 28-jährige Frau und einen 37-jährigen Mann. Beide leben im Schwalm-Eder-Kreis und kannten das Opfer. Derzeit wird wegen des Verdachts der vorsätzlichen Tötung ermittelt, wobei die Hintergründe und das Motiv der Tat noch unklar sind. Zudem wird geprüft, ob ein Zusammenhang zu einem anderen Mordfall besteht, bei dem ein 51-jähriger Mann ebenfalls in Kassel erstochen wurde und am Donnerstag in seiner Wohnung gefunden wurde, berichtet ZVW.
Das Verbrechen in Kassel ist Teil eines besorgniserregenden Trends in Deutschland, der durch die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) 2023 untermauert wird. Die erfassten Straftaten sind im Vergleich zum Vorjahr um 5,5 % gestiegen und haben mit 5.940.667 Fällen den höchsten Stand seit 2016 erreicht. Besonders auffällig ist der Anstieg bei den Gewaltdelikten, die um 8,6 % zugenommen haben, was auf soziale und wirtschaftliche Belastungen hinweist, vor allem im Kontext der steigenden Inflation und der Erhöhung der Zuwanderung, wie die PKS erläutert BKA.
Überfall auf Juwelier
Ein weiterer Vorfall, der die Sicherheitslage in Kassel beleuchtet, ereignete sich am 4. Januar 2025, als ein Juwelier und seine Familie überfallen wurden. Die Täter drangen gegen 17:30 Uhr in die Wohnung des 58-jährigen Juweliers im Stadtteil Rothenditmold ein und bedrohten die Ehefrau sowie zwei Angehörige, die gefesselt und geknebelt wurden. Der Juwelier wurde überwältigt, als er nach Hause kam, und die Täter stahlen Schlüssel zum Juweliergeschäft sowie Schmuck. Während einige Täter die Familie festhielten, durchsuchten andere das Geschäft. Geflüchtet sind die Täter gegen 20:45 Uhr über den Balkon. Die Familie erlitt dabei leichte Verletzungen, doch sie konnten die Polizei alarmieren. Fünf Tatverdächtige wurden schließlich am 7. Februar in Kassel und Münster festgenommen, unterstützt von Spezialeinheiten, so berichtet HNA.
Die Festgenommenen, Männer im Alter von 23 bis 29 Jahren mit irakischer und syrischer Staatsangehörigkeit, wurden aufgrund von Überwachungskamera-Bildern identifiziert. Bei Durchsuchungen wurden Beweismaterial und Schmuck sichergestellt, der mutmaßlich aus dem Raub stammt. Der gestohlene Volkswagen Golf des Juweliers wurde vier Tage nach dem Überfall in der Nähe der Wohnung gefunden.
Insgesamt zeigt die Situation in Kassel, wie komplex und herausfordernd die Sicherheitslage in urbanen Bereichen ist. Die steigenden Zahlen in der Kriminalstatistik verdeutlichen die Notwendigkeit von gezielten Maßnahmen zur Kriminalitätsbekämpfung und zur Sicherstellung des öffentlichen Friedens.