Die Zollfahndung Frankfurt hat am 16. Januar 2025 eine erhebliche Menge an illegalen Feuerwerkskörpern entdeckt und beschlagnahmt. Die Operation fand im Kreis Groß-Gerau statt und brachte über 554 Kilogramm an pyrotechnischen Gegenständen ans Licht. Veranlasst wurden die Ermittlungen durch ein sichergestelltes Paket, das aus der Tschechischen Republik stammte und etwa 7,5 Kilogramm Sprengstoff der Kategorie F3 enthielt. Der Empfänger des Pakets, ein 36-jähriger Mann, sieht sich nun einem Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz gegenüber.
Insbesondere die Ermittlungen ergaben, dass in diesem großen Fund 582 Kugel- und Zylinderbomben enthalten waren, wobei die größte Kugelbombe eine Nettoexplosivstoffmasse von 2,5 Kilogramm hatte. Laut den Informationen von faz.net war die Menge an gesammeltem Nettowirkstoff in diesen Feuerwerkskörpern enorm. Die insgesamt fast 145 Kilogramm Nettoexplosivstoffmasse war weit über der maximal erlaubten Menge von 15 Kilogramm, die Privatpersonen ohne spezielle Erlaubnis lagern dürfen.
Illegaler Handel und Sicherheitsrisiko
Die Beschlagnahmung der illegalen Pyrotechnik stellt nicht nur einen Verstoß gegen die gesetzlichen Bestimmungen dar, sondern ist auch eine ernsthafte Gefahr für die öffentliche Sicherheit. Die Zollfahndung vermerkt, dass insbesondere vor Silvester Vorsicht geboten ist, wenn es um Feuerwerkskörper unbekannter Herkunft geht. Die Einfuhr und der Besitz von nicht konformitätsbewertetem und nicht mit einem CE-Kennzeichen versehenem Feuerwerk sind streng verboten. Daher wird bei Zuwiderhandlungen stets ein Strafverfahren eingeleitet, und die betroffenen Feuerwerkskörper werden sichergestellt.
Die rechtlichen Grundlagen zu pyrotechnischen Gegenständen sind klar geregelt. Nach den Bestimmungen des Sprengstoffgesetzes gibt es feste Auflagen, wann und wie Feuerwerkskörper verwendet werden dürfen. Beispielsweise dürfen pyrotechnische Gegenstände der Kategorie 2 nur von Erlaubnisinhabern verwendet werden, und es sind vorherige Anzeigen bei den zuständigen Behörden erforderlich laut gesetze-im-internet.de.
Folgen der Ermittlungen
Die Sicherstellung der illegalen Pyrotechnik ist Teil einer umfassenden Ermittlung im Auftrag der Staatsanwaltschaft Darmstadt. In den Räumlichkeiten, wo die Feuerwerkskörper gefunden wurden, handelte es sich um einen ehemaligen Kühlraum sowie um eine Lagerhalle eines landwirtschaftlichen Anwesens. Diese Durchsuchungsmaßnahmen waren notwendig, um die Gefahrenquelle zu entschärfen und die Öffentlichkeit zu schützen.
Die Zollbehörden betonen die Wichtigkeit solcher Einsätze, um die Sicherheit für Leib und Leben der Bürger zu erhöhen. Zudem laufen weiterhin Ermittlungen gegen den illegalen Handel mit Pyrotechnik, da solche Aktivitäten nicht nur gegen die gesetzlichen Vorschriften verstoßen, sondern auch potenzielle Gefahren für die Bevölkerung darstellen.