Axel Milberg hat am Sonntagabend, dem 16. März 2025, zum letzten Mal die Rolle des Kommissars Borowski im Kieler „Tatort“ übernommen. Der Fall mit dem Titel „Borowski und das Haupt der Medusa“ stellt dabei nicht nur seine letzten Ermittlungen dar, sondern auch einen Abschied von mehr als 20 Jahren, in denen Milberg untrennbar mit der Figur des Borowski verbunden war. Laut t-online wurde die Episode um 20:15 Uhr im Ersten ausgestrahlt.
In der neuen Folge steht Borowski kurz vor seiner Pensionierung. Ein Bild eines düsteren Hauses weckt alte Jugenderinnerungen bei ihm. Entgegen der Anweisungen seines Vorgesetzten beginnt er, auf eigene Faust zu ermitteln und trifft dabei auf den eiskalten Killer Robert Frost, gespielt von August Diehl. Dieser hat seine Mutter ermordet und ihre Leiche brutal zersägt, wobei er den Kopf als makaberes Andenken behält. Borowskis Ermittlungen verlaufen jedoch unprofessionell und verleihen dem Ermittler nicht die gewünschte Autorität.
Unerwartete Wendungen und Schwierigkeiten
Milberg beschreibt seinen Abschied als zufriedenstellend und glücklich, obwohl die Episode für einen spektakulären Abschluss seiner Karriere nicht ausreicht. Auch die Schwächen seines Charakters, der ohne Dienstausweis und Dienstwaffe in ein Haus einbricht und dabei Anfängerfehler macht, kommen thematisch vor. Es werden Probleme deutlich, als Borowski beispielsweise ein unbekanntes Handy an einen Polizei-Laptop anschließt, was fatale Konsequenzen hat und den Server lahmlegt.
Seine Kollegin Mila Sahin, die von Almila Bagriacik gespielt wird, trägt dazu bei, dass Borowski wieder zu zwei ungeklärten Todesfällen zurückfindet, die er neu aufrollt. Diese Todesfälle, zu denen die unerklärlichen und absurd anmutenden Todesarten der Bürgeramtsmitarbeiter gehören, sorgen ebenfalls für Spannungen in der Folge.
Der brutale Schlussakt
Das dramatische Ende des Falles zeigt Borowski, der Robert Frost zehn Minuten nach Dienstschluss und nach der Abgabe seiner Waffe erschießt, was zu seiner Festnahme und U-Haft führt. In dieser kritischen Lage besucht ihn die Polizeipsychologin Frieda Jung, gespielt von Maren Eggert, eine Charakterin, die vorher erklärt hatte, nicht mit einem Polizisten zusammen sein zu können.
Zusätzlich wird in der Episode auf aktuelle gesellschaftliche Themen angespielt, die sich auch in der Polizeilichen Kriminalstatistik widerspiegeln. Laut bka.de stieg die Anzahl erfasster Straftaten im Jahr 2023 um 5,5 % und erreichte die höchsten Fallzahlen seit 2016. Diese Entwicklungen sind durch verschiedene Faktoren wie erhöhte Mobilität nach dem Wegfall der Covid-19-Beschränkungen und soziale Belastungen bedingt. Die Aufklärungsquote stieg jedoch auch, was einen positiven Aspekt inmitten der steigenden Kriminalität darstellt.
Zusammengefasst zieht die letzte Episode von „Tatort“ eine Bilanz über zwei Jahrzehnte und hinterlässt die Zuschauer mit gemischten Gefühlen, was die Figur des Borowski anbelangt. Die neue Generation, angeführt von Almila Bagriacik und Karoline Schuch, wird voraussichtlich im Jahr 2026 die Nachfolge antreten und die Geschichten im Kieler „Tatort“ fortführen.