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Erdbeerernte in Hessen mit guten Aussichten

Hohe Erwartungen und Herausforderungen: Hessens Erdbeerbauern starten in die Saison

In Hessen haben die Erdbeerbauern mit einer vielversprechenden Ernte zu rechnen, da bereits die ersten Früchte der Saison reif sind und gepflückt werden können. Der Anbau in Folientunneln ermöglicht eine frühe Ernte, da die Pflanzen vor Witterungseinflüssen geschützt sind. Die günstigen Bedingungen zum Saisonstart sind auch auf das milde Wetter im Februar und das Fehlen von Staunässe zurückzuführen. Andreas Klein, 1. Vorsitzender des Hessischen Landesverbands für Erwerbsobstbau, äußerte sich positiv über die Entwicklung und hofft auf sonniges Wetter, um das Wachstum der Pflanzen und Früchte zu fördern.

Ein bedeutender Erdbeerproduzent in Hessen ist Maximilian Reuhl, Geschäftsführer von „Wetterauer Früchtchen“, dessen Betrieb in der Wetterau liegt. Auf einer Fläche von etwa 50 Hektar werden jährlich etwas mehr als 500 Tonnen Erdbeeren geerntet, was den Hof zu einem der größeren Produzenten in Hessen macht. Trotz der Herausforderungen durch gestiegene Kosten, wie dem Mindestlohn von 12,41 Euro, plant Reuhl, die Preise stabil zu halten und weiterhin hochwertige Erdbeeren anzubieten.

Im vergangenen Jahr gab es hessenweit einen Rückgang in der Anbaufläche und der Erntemenge von Erdbeeren, wie vom Verband Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer berichtet wurde. 154 Betriebe bewirtschafteten knapp 982 Hektar Land für den Erdbeeranbau, was einem Rückgang von zwei Betrieben und gut zwölf Prozent der Fläche im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Gesamterntemenge verringerte sich um knapp 13 Prozent auf 7186 Tonnen Erdbeeren. Trotz dieser Rückgänge bleiben die Aussichten für die aktuelle Erdbeersaison vielversprechend für die hessischen Bauern.

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Lebt in Brandenburg und ist seit vielen Jahren freier Redakteur für Tageszeitungen und Magazine im DACH-Raum.
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