Carsten Helfmann, der langjährige Bürgermeister von Eppertshausen, hat seine 22-jährige Amtszeit am Freitag, dem Fastnachts-Wochenende, offiziell beendet. Helfmann, der 2001 im Alter von 29 Jahren zum Bürgermeister gewählt wurde, hat sich entschieden, nicht für eine vierte Amtszeit zu kandidieren und beantragte die vorzeitige Beendigung seiner letzten Amtsperiode, die bis zum 31. Januar 2027 hätte andauern sollen. Sein letzter Arbeitstag fiel auf den 28. Oktober 2023, ein Datum, das als Ende einer Ära betrachtet wird.

Seiner Verabschiedung gingen am Rathaus emotionale Szenen voraus. Kinder aus der Stephan-Gruber- und Mira-Lobe-Schule sowie aus örtlichen Kitas stürmten das Rathaus und drängten Helfmann förmlich vor die Tür. Dieser besondere Moment unterstrich die enge Verbindung, die er im Laufe seiner Amtszeit mit der Gemeinde gepflegt hatte. Während einer bewegenden Abschlusszeremonie überreichten ihm die Kinder kleine Geschenke, auch wenn Helfmann mit einem letzten „beständigen“ Versuch, Süßigkeiten anzubieten, gute Laune verbreiten wollte.

Berufliche Neukapitulation

Nach seinem Abschied aus dem Rathaus wird Helfmann ab März 2024 die Geschäftsführung des Zweckverbands Abfall- und Wertstoffeinsammlung (ZAW) des Landkreises Darmstadt-Dieburg übernehmen. In dieser neuen Rolle wird er mit 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern arbeiten, im Vergleich zu 65 Beschäftigten in seiner bisherigen Position in Eppertshausen. Helfmann plant, geregelte Arbeitszeiten in seiner neuen Funktion zu haben und strebt eine Verbesserung der Arbeitsatmosphäre an.

In der Gemeinde Eppertshausen bleibt der Erste Beigeordnete Stephan Brockmann (CDU) bis zur Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2024 interimistisch im Amt. Helfmann wird bis Ende März 2024 auch seine weiteren Ämter, unter anderem im Kreistag und der Sparkasse Dieburg, niederlegen. Dennoch ist er stolz darauf, nach wie vor als ehrenamtlicher Richter am Darmstädter Arbeitsgericht und Feuerwehrmann in Eppertshausen weiterzuarbeiten.

Erfolge und Herausforderungen

Während seiner Amtszeit hat Helfmann bedeutende Projekte geleitet, darunter den „Park45“, ein Entwicklungsprojekt, das die Gewerbesteuereinnahmen von 0,5 auf beeindruckende 4,8 Millionen Euro ansteigen ließ. Weitere Initiativen umfassten den Bau einer Bürgerhalle und die Schaffung neuer Wohngebiete. Trotz dieser Errungenschaften warf der noch nicht realisierte Neubau einer Multifunktionshalle Fragen auf und wurde von einigen Kritikern als unerledigte Pflicht angesehen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Helfmann von Weggefährten für sein Engagement und seine Unterstützung gelobt wurde. Marion Lehr, die Leiterin der Stephan-Gruber-Grundschule, hob die positive Wirkung seiner Arbeit hervor, was sowohl von Bürgern als auch von Gemeindeverwaltungen anerkannt wurde. Helfmann wird in den kommenden Jahren weiterhin eine Rolle in der kommunalen Politik spielen, auch wenn er seinen Sessel im Rathaus verlassen hat.