Die Karnevalstage in Köln vom 27. Februar bis 5. März 2025 waren prägend für die Stadt und wurden von der Polizei akribisch dokumentiert. Die Bilanz zeigt einen Rückgang der Straftaten im Vergleich zu den Vorjahren. Laut T-Online gingen insgesamt 2.259 Anzeigen bei der Polizei ein, was einem Rückgang im Vergleich zu 3.125 Anzeigen im Jahr 2024 entspricht. Dieser Trend zeigt sich bereichsübergreifend und spiegelt die Bemühungen um die Sicherheit während der Festlichkeiten wider.
Besonders auffällig ist der Rückgang der Taschendiebstähle, die mit 270 Fällen im Vergleich zu 448 im Vorjahr erheblich abnahmen. Raubdelikte verzeichneten ebenfalls einen Rückgang von 44 auf 34 Fälle. Die gemeldeten Körperverletzungen sanken von 544 auf 444. Insbesondere in den Party-Schwerpunkten der Stadt, wie dem Zülpicher Viertel, der Altstadt und der Südstadt, wurden 190 der insgesamt 444 Körperverletzungen registriert, deutlich weniger als die 255 im Vorjahr.
Kriminalitätsentwicklung im Detail
Die Polizei Köln veröffentlichte detaillierte Kriminalitätszahlen, die auch im Vergleich zu den Jahren 2020 bis 2024 stehen. Hier sind die wichtigsten Statistiken:
Delikt | 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 |
---|---|---|---|---|---|---|
Taschendiebstähle | 351 | 48 | 327 | 537 | 448 | 270 |
Raubdelikte | 34 | 15 | 39 | 53 | 44 | 34 |
Körperverletzungen | 502 | 98 | 479 | 618 | 544 | 444 |
Sexualdelikte | 43 | 8 | 42 | 56 | 89 | 56 |
Die Zahl der Widerstandshandlungen gegen Vollstreckungsbeamte blieb mit 17 relativ konstant im Vergleich zu den Vorjahren. Besonders auffällig ist der Anstieg sexueller Belästigungen, die auf 35 Fälle angestiegen sind, während diese im Vorjahr noch bei 48 lagen, jedoch im generellen Kontext der Sexualdelikte einen Anstieg darstellen.
Sicherheitslage und öffentliche Wahrnehmung
Die aufmerksamen Sicherheitsvorkehrungen und die Präsenz der Polizei scheinen Früchte getragen zu haben. Die Bereitstellung von Informationen durch die Polizei und das Bundeskriminalamt (BKA) über Sicherheitslage und potenzielle Risiken während der Karnevalszeit hat zur Beruhigung vieler Bürger beigetragen. Das BKA warnte im Vorfeld, dass die Anzahl der Veranstaltungen und der hohe Alkoholkonsum möglicherweise zu Übergriffen führen könnten.
Obwohl es keine konkreten Hinweise auf Anschlagsplanungen gab, bleibt die Sorge über politisch motivierte Kriminalität und irrational handelnde Akteure, insbesondere in solch festlichen, aber auch emotional aufgeladenen Zeiten, bestehen. Die Polizei forderte die Bürger auf, wachsam zu bleiben und im Verdachtsfall sofort zu handeln.
Insgesamt zeichnen die aktuellen Zahlen ein Bild von überwiegend positiven Entwicklungen während der Karnevalstage in Köln, die durch ein starkes Sicherheitskonzept und die aktive Mitwirkung der Bürger unterstützt wurden.