In Düsseldorf wird obdachlosen Menschen durch die mobile Dusche des Vereins Flingern mobil ein wichtiges Hilfsangebot gemacht. Die mobile Dusche steht am Kay- und Lore-Lorentz-Platz und wird seit Oktober wochentags für vier Stunden an wechselnden Standorten betrieben. Andrea, eine obdachlose Frau, nutzt das Angebot regelmäßig. Sie lebt seit dem Sommer auf der Straße und schläft in einem Zelt. Das Duschmobil wird gut angenommen und hat einen festen Stamm von Nutzern, einschließlich der Bereitstellung von Hygieneartikeln, warmen Getränken und Snacks.
Lars Kollender, Sozialarbeiter bei Flingern mobil, berichtet von einem steigenden Bedarf an Obdachlosenhilfe in Düsseldorf. Die letzte Nachtzählung im Oktober 2023 ergab 437 obdachlose Menschen auf der Straße. Darüber hinaus wurden 292 Personen in Krankenhäusern, Polizeigewahrsam oder Notschlafstellen registriert. Dies ergibt insgesamt 729 Obdachlose in Düsseldorf, was einen Anstieg von etwa 60 Prozent im Vergleich zu 2021 darstellt.
Unterstützung und Initiativen für Obdachlose
Das Duschmobil ist nicht die einzige Initiative, die obdachlosen Menschen in Düsseldorf zur Seite steht. Unter dem Namen „jotdrop“ setzen sich weitere Organisatoren dafür ein, einen hygienischen Zugang zu Duschen zu ermöglichen. Sie betrachten das Duschen als ein Menschenrecht und bieten eine wichtige Lösung für die Herausforderungen, mit denen obdachlose Menschen konfrontiert sind. Diese Initiative ist Teil eines breiteren Engagements für soziale Gerechtigkeit in der Stadt, wie ddorf aktuell berichtete.
Das Duschmobil von Flingern mobil wird finanziell von der Sozialstiftung NRW und der Aktion Mensch unterstützt. In Zukunft plant der Verein, weitere Duschplätze anzubieten und hofft auf Spenden und Ehrenamtliche, um den Service aufrechtzuerhalten. Ziel der Initiative ist es, obdachlosen Menschen zu helfen, einen Schritt in ein selbstständiges Leben zu machen. Andrea plant, in ein paar Tagen zurückzukommen, um die Angebote weiterhin zu nutzen.