Am 13. März 2025 tritt ein 25-prozentiger Zoll auf alle Stahl- und Aluminiumimporte in die USA in Kraft. Diese Maßnahme ist Teil von Präsident Donald Trumps Initiative zur Erhöhung von Steuern auf US-Handelspartner und der Erweiterung der Metallzölle, die bereits während seiner ersten Amtszeit eingeführt wurden. Die Zölle sorgen für erhebliche Marktverwerfungen und Spannungen mit wichtigen Handelspartnern wie Kanada, Mexiko und der Europäischen Union, berichtet Al Jazeera.

Die neuen Zölle betreffen ein Volumen von etwa 150 Milliarden USD an importierten Konsumgütern, darunter Sportartikel, Elektronik und wichtige Industrieprodukte. Lokale Hersteller und Verbraucher werden voraussichtlich mit höheren Preisen konfrontiert, was sich besonders in den Bereichen Haushaltsgeräte, Autos und Flugzeuge bemerkbar machen wird. Schätzungen zufolge könnte der Preis für Fahrzeuge um 1.000 bis 1.500 USD steigen, da hochwertige Aluminiumteile erforderlich sind, um die Produktion aufrechtzuerhalten, so Forbes.

Reaktionen der betroffenen Länder

Inmitten dieser Entwicklungen haben mehrere Länder bereits Vergeltungszölle angekündigt. Kanada, der größte Stahl- und Aluminiumlieferant der USA, hat 25-prozentige Zölle auf US-Waren im Wert von 20,6 Milliarden USD eingeführt, darunter 8,8 Milliarden USD auf Stahl und 2 Milliarden USD auf Aluminium. Mexiko hat vorübergehende Ausnahmen mit der US-Regierung bis zum 2. April ausgehandelt.

In der Europäischen Union wird eine umfassende Maßnahme gegen US-Güter im Wert von über 28 Milliarden USD vorbereitet, die in zwei Phasen ab dem 1. April in Kraft treten soll. Experten warnen, dass diese Zölle nicht nur den Austausch zwischen den Ländern belasten, sondern auch das Vertrauen in die USA als zuverlässigen Handelspartner schwächen könnten.

Globale wirtschaftliche Auswirkungen

Erweiterte Zölle auf Stahl und Aluminium könnten weitreichende Auswirkungen auf die globale Wirtschaft haben. Handelskriege, ausgelöst durch Zölle, führen oftmals zu Unsicherheiten auf internationalen Märkten und können die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen untergraben. Die Risiken sind insbesondere für Entwicklungsländer, die stark vom internationalen Handel abhängen, erheblich. Prognosen deuten auf ein potenzielles Minus in den Wachstumsraten der betroffenen Länder hin: China -0,5%, Deutschland -0,3%, USA -0,2%, laut NADR.

Die langfristigen Schäden, die durch solche Handelskriege entstehen können, rechtfertigen verstärkte diplomatische Bemühungen und den Einsatz bilateraler Handelsabkommen. Die internationale Wirtschaft wird durch Zölle und Handelsbeschränkungen nachhaltig beeinflusst, und es besteht ein wachsender Bedarf an Maßnahmen zur Stärkung des globalen Handels.