Im deutschen Bahnverkehr kommt es aufgrund der Schäden, die durch das Sturmtief „Telse“ verursacht wurden, zu erheblichen Beeinträchtigungen. Wie ksta.de berichtet, sind mehrere Strecken betroffen, insbesondere die weitverbreitete ICE-Strecke Hamburg-Berlin, die bereits am Abend gesperrt wurde. In Dergenthin (Brandenburg) blockiert ein umgestürzter Baum die Gleise, was zu Rückhaltungen für die ICE-Züge führt. Die Deutsche Bahn hat zudem witterungsbedingte Verzögerungen in Schleswig-Holstein gemeldet, wo Reisende mit einer Reisezeitverlängerung von bis zu 90 Minuten rechnen müssen.
Die Situation wird durch die Schneefallgrenze, die durch die eintreffende kältere Polarluft gesenkt wird, zusätzlich kompliziert. Laut tagesschau.de sind auch in anderen Regionen, wie nördlichem Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen, einige Regionalzüge von Einschränkungen betroffen. Täglich kommt es zu Verspätungen, Teil- und Komplettausfällen im Nahverkehr, da vielerorts Bäume die Gleise blockieren.
Betroffene Bahnlinien und Umleitungen
Der Regionalzug RE6 von Hamburg-Altona nach Westerland (Sylt) fährt bis voraussichtlich 6 Uhr am Dienstagmorgen mit reduzierter Geschwindigkeit. Züge der Linie RE7 und RE70 sind umgeleitet, wobei der Halt in Hamburg Dammtor entfällt. Auch bei der Linie RE8/RE 80, die Hamburg Hbf mit Lübeck Hbf verbindet, ist der Zugverkehr stark eingeschränkt; hier wurde ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Die Züge der RB81 fahren ebenfalls nicht vollständig und sind nur zwischen Ahrensburg und Hamburg Hbf im Einsatz.
Das Sturmtief hat nicht nur in Deutschland, sondern auch in den Niederlanden verheerende Auswirkungen. Dort wurden Sturmböen von bis zu 120 km/h gemessen, was zu zahlreichen entwurzelten Bäumen führte. Eine Tragödie ereignete sich in Lochem, wo eine 19-Jährige von einem umstürzenden Baum getötet wurde. Welt.de berichtet darüber hinaus, dass Feuerwehr und Reparaturteams unentwegt an der Wiederherstellung der Strecken arbeiten.
Das aktuelle Wetter macht deutlich, dass die Witterungsbedingungen für alle Verkehrsteilnehmer eine große Herausforderung darstellen. Die Deutsche Bahn appelliert an die Reisenden, sich über die aktuellen Beeinträchtigungen zu informieren und gegebenenfalls alternative Reisepläne zu schmieden. Es bleibt abzuwarten, wie schnell sich die Lage wieder stabilisieren wird.