Am Donnerstag, den 13. Februar 2025, wird der Hamburger Flughafen von einem Streik betroffen sein. Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten der Flughafen Hamburg GmbH sowie ihrer Tochtergesellschaften zum Streik aufgerufen. Laut den Informationen von Sächsische.de plant der Flughafen, auf seiner Website über die aktuelle Situation zu informieren, während Passagiere trotz der Bemühungen, die Auswirkungen gering zu halten, vor möglichen Beeinträchtigungen gewarnt werden. Eine frühe Anreise und eine Beschränkung des Gepäcks auf Handgepäck werden empfohlen, um etwaigen Verzögerungen vorzubeugen.

Der Streik könnte weitreichende Folgen haben, insbesondere wenn man bedenkt, dass ähnliche Warnstreiks in der Vergangenheit bereits zu massiven Beeinträchtigungen führten. So waren im Tarifkonflikt 2023 etwa 380.000 Flugreisende betroffen, was die Dringlichkeit der gegenwärtigen Verhandlungen unterstreicht.

Rechte der Passagiere

Falls ein Flug von dem Streik betroffen ist, müssen die Airlines die Passagiere über Änderungen informieren. Wie Tagesschau.de erläutert, haben Fluggäste umfangreiche Rechte, wenn es zu Verspätungen oder Ausfällen kommt. Bei einem Ausfall oder einer Verspätung von mehr als drei Stunden soll ein Anspruch auf Alternativbeförderung bestehen. Zusätzlich haben Reisende bei Verspätungen von mehr als fünf Stunden das Recht auf kostenlose Stornierung ihres Tickets und erhalten Unterstützung bei Verpflegung und etwaiger Unterbringung, sofern die Wartezeit lange ist. Entschädigungsansprüche sind jedoch unterschiedlich geregelt, insbesondere bei Streiks des kommunalen Bodenpersonals.

Die Airlines sind verpflichtet, innerhalb von sieben Tagen Ticketpreise zurückzuerstatten oder eine alternative Beförderung anzubieten. Reisende sollten stets ihre Ansprüche auf Ausgleichsleistungen prüfen, die zwischen 250 und 600 Euro liegen können, abhängig von der Entfernung zwischen Abflug- und Zielflughafen, wie die Verbraucherzentrale auf verbraucherzentrale.de erläutert.

Vorbereitung auf den Streik

In Vorbereitungen auf den Streik am Donnerstag sollten Passagiere aktiv ihre Flüge im Auge behalten und gegebenenfalls Alternativen in Betracht ziehen. Es ist ratsam, sich über den aktuellen Flugstatus zu informieren und gegebenenfalls direkt bei der Fluggesellschaft nach Ersatzflügen zu fragen. Ein Ersatzflug kann jedoch zu einem späteren Datum führen, und es gelten bestimmte Bedingungen hinsichtlich Verfügbarkeit und Betreuung durch die Airline.

Sollten Passagiere am Freitag ankommen wollen, beachten sie, dass kein Vorabend-Check-in zur Verfügung steht. Wichtige Dokumente wie Rechnungen und Quittungen sollten aufbewahrt werden, um spätere Kosten zurückzufordern, besonders wenn Fluggesellschaften ihren Verpflichtungen nicht nachkommen. Passagiere, deren Flüge annulliert wurden, haben das Recht auf Rückerstattung oder alternative Transportmittel, wobei sich die Ansprüche auf Ausgleichsleistungen als komplex erweisen können.

Der angekündigte Streik am Hamburger Flughafen ist somit nicht nur eine Herausforderung für die Betroffenen, sondern wirft auch Fragen zu Rechten und Pflichten sowohl der Airlines als auch der Passagiere auf, die in dieser angespannten Lage gut informiert und vorbereitet sein sollten.