Die Verbraucherzentrale Hamburg warnt vor einer zunehmenden Praxis bei Rewe, Edeka, Kaufland und ähnlichen Geschäften, die als Skimpflation bekannt ist. Im Gegensatz zur Shrinkflation, bei der Kunden für weniger Inhalt den gleichen Preis zahlen, geht es bei der Skimpflation um Qualitätsminderungen. Diese Veränderungen sind oft nicht transparent und betreffen bekannte Markenprodukte, die in den Supermärkten angeboten werden.
Beispiele für Produkte, die von dieser Praxis betroffen sind, wurden im April 2024 enthüllt. Dazu gehören Sahne-Geschnetzeltes von Gut & Günstig (Edeka) mit reduziertem Fleischanteil, Serbische Bohnensuppe von Erasco mit weniger passierten Tomaten und Hühnernudeleintopf von Sonnen Bassermann mit geringerem Nudelanteil. Diese Änderungen können Kunden zunächst nicht auffallen, da die Hersteller sie nicht transparent kommunizieren.
Weitere Produkte, die von Skimpflation betroffen sind, sind unter anderem Arla-Butter mit weniger Rapsöl, Granini Trinkgenuss Orange mit reduziertem Fruchtgehalt und Kartoffel-Cremesuppe von Erasco mit weniger Kartoffeln. Trotz der Qualitätsminderungen greifen Kunden häufig weiterhin zu diesen Produkten, was zu Enttäuschungen führen kann.
Die Hersteller rechtfertigen diese Praktik oft damit, dass sie auf vermeintliche Kundenwünsche reagieren. Es ist wichtig für Verbraucher, aufmerksam zu sein und sich bewusst zu sein, dass sie möglicherweise nicht mehr die gleiche Qualität erhalten wie zuvor. Die Verbraucherzentrale warnt davor, sich von vermeintlich gleichbleibenden Produkten täuschen zu lassen, da sich hinter der Verpackung möglicherweise Qualitätsminderungen verbergen.