Am Samstagabend steht im Volksparkstadion das Zweitliga-Duell zwischen dem Hamburger SV und dem 1. FC Köln auf dem Programm. Doch die Vorfreude auf das Spiel wurde von einem erschreckenden Vorfall überschattet. Vor dem Match kam es im Stadtteil St. Pauli zu einer Massenschlägerei zwischen Hooligans beider Vereine. Die Auseinandersetzungen ereigneten sich rund um die Kneipe „Rutsche“ und wurden von Schlägen gegen die Fenster einer Bar und umherfliegendem Mobiliar begleitet.
Wie Kölner Stadt-Anzeiger berichtet, versammelten sich etwa 200 HSV-Ultras am Hafen und überraschten gegen 15 Uhr eine Gruppe von 40 bis 50 „normalen“ FC-Fans, darunter auch Frauen und ältere Menschen. Der Überfall dauerte schockierende 15 bis 20 Minuten. Augenzeugen berichteten von blutverschmierten Personen und mehreren Verletzten. Rettungswagen kamen schnell zur Unterstützung, doch die Polizei Hamburg kritisierte das langsame Eingreifen. Es ist unklar, wie viele der Beteiligten letztendlich verletzt oder festgenommen wurden.
Die Rolle der Polizei
Nach den Berichten war die Polizei schnell vor Ort, um die beiden fanatischen Lager zu trennen. Dennoch äußerten Anwesende Bedenken über die Verzögerungen im Einsatz. Trotz der chaotischen Szenen sah die Polizei zunächst keine Veranlassung, Festnahmen vorzunehmen, was zu weiteren Diskussionen über den Umgang mit der gewalttätigen Fan-Kultur führte.
Insgesamt waren etwa 150 Menschen in die Schlägerei verwickelt, die diverse Streitigkeiten zwischen den Anhängern aufzeigte. Vor dem Vorfall ist unklar, ob es bereits zu Konflikten gekommen war, die die Gewalteskalation beeinflussten. Die Kölner Fans waren vor den Angriffen in der Kneipe „Rutsche“ versammelt, als die vermummten Aggressoren über sie herfielen, was zu einer angespannten Situation führte.
Auswirkungen auf das Spiel
Die Ereignisse haben das bevorstehende Spiel zwischen dem Hamburger SV und dem 1. FC Köln überschattet, das wie geplant um 20.30 Uhr beginnt. Die rufschädigende Gewalt während solcher Spiele wirft erneut Fragen über die Sicherheit von Fans und den Umgang mit Hooliganismus im Fußball auf. Das Phänomen der Gewalteskalation im Fußball ist nicht neu; eine Analyse des Zuschauerverhaltens zeigt, dass Sportevents immer wieder Schauplätze von Konflikten werden, oft mit schwerwiegenden Folgen für die Betroffenen.
Weitere Informationen zu dem Vorfall und den allgemeinen Entwicklungen im deutschen Fußball können auf den Seiten von Sport1 und Sportwissenschaft Uni Hannover gefunden werden.