Hamburg

Krabbenpreis explodiert: 15 Euro für ein Nordseekrabbenbrötchen

Die Krabbenpreise explodieren! Warum das Hamburger Krabbenbrötchen jetzt bis zu 15 Euro kostet.

Die Preise für Krabbenbrötchen in Hamburg steigen rasant an, was zu einer regelrechten Preisexplosion führt. Ein Beispiel dafür ist der Imbiss „Brücke 10“ an den Landungsbrücken, der sein Brötchen mit 100 Gramm Nordseekrabben von 13,50 Euro auf satte 15 Euro angehoben hat. In der Umgebung schwanken die Preise zwischen 7,90 und 12,90 Euro, wobei oft weniger Krabben auf den Brötchen sind.

Die drastische Preiserhöhung wird von den Betreibern der „Brücke 10“ mit den gestiegenen Kosten für Nordseekrabben begründet. Während das Kilo ungeschälter Krabben im Jahr 2023 noch sechs Euro kostete, liegt der Preis mittlerweile bei 14 Euro. Nach dem Schälen bleibt nur etwa ein Drittel des Gewichts übrig, was bedeutet, dass 100 Gramm Nordseekrabbenfleisch bereits um die 4,20 Euro kostet, zuzüglich der Kosten fürs Pulen.

Experten wie Dirk Sander, der Vorsitzende des Verbands der Deutschen Kutter- und Küstenfischer, erklären, dass die Preiserhöhungen auf eine schlechte Krabbensaison zurückzuführen sind, insbesondere in den stark frequentierten Herbstmonaten. Die Bestände waren gering und die Lager leer, was die Preise nach oben getrieben hat. Experten betonen auch die Schwierigkeit, die Krabbenpopulation in einer Saison vorherzusagen, da sie starken Schwankungen unterliegt.

Angesichts der hohen Preise hat die Restaurantkette Gosch Maßnahmen ergriffen und in 25 Filialen das Krabbenbrötchen vorübergehend von der Karte genommen, um die Kunden nicht durch hohe Preise zu verschrecken. Selbst der Krabbenkönig Jürgen Gosch auf Sylt bietet sein Krabbenbrötchen nun für 6,50 Euro an, während alle anderen Standorte die norddeutsche Spezialität gestrichen haben.

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Julia Weber ist eine renommierte Redakteurin und Journalistin, die seit über zwanzig Jahren in Hamburg lebt und arbeitet. Sie hat Journalistik an der Universität Hamburg studiert und in verschiedenen angesehenen Medienhäusern gearbeitet. Als Mitglied im Deutschen Journalisten-Verband hat Julia mehrere Auszeichnungen für ihre hervorragende Berichterstattung und investigative Arbeit erhalten. Ihre tiefe Kenntnis von Hamburg und seiner komplexen sozio-politischen Landschaft macht sie zu einer der führenden Stimmen in der Hamburger Medienwelt. In ihrer Freizeit ist Julia eine passionierte Seglerin und engagiert sich in verschiedenen lokalen gemeinnützigen Organisationen, was ihre tiefe Verbundenheit mit der Hansestadt unterstreicht.
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