Am 3. März 2025 fanden in Hamburg die Bürgerschaftswahlen statt. Erste Hochrechnungen zeigen, dass die SPD unter dem Ersten Bürgermeister Peter Tschentscher mit 33,5 Prozent das zweitschlechteste Ergebnis in der Hamburger Geschichte erzielt hat. Trotz dieses Rückschlags könnte die rot-grüne Koalition an der Macht bleiben, da Tschentscher weiterhin Gespräche sowohl mit den Grünen als auch der CDU plant, wobei er eine Fortsetzung der Zusammenarbeit mit den Grünen bevorzugt. Die Grünen erzielen 18,5 Prozent und tauschen damit in der Rangordnung mit der CDU, die 19,8 Prozent erhält.
Insgesamt sind fünf Parteien in der neuen Bürgerschaft vertreten. Neben der SPD, CDU und den Grünen sind dies die Linke mit 11,2 Prozent (im Vergleich zu 9,1 Prozent im Jahr 2020), die AfD mit 7,5 Prozent (2020: 5,3 Prozent) und die FDP, die mit 2,3 Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde scheitert. Zudem erreicht die neue Partei Volt 3,3 Prozent und zieht in die Bürgerschaft ein, während der Bürger für Hamburg (BSW) mit 1,8 Prozent den Einzug verpasst. Die Wahlbeteiligung lag bei 67,7 Prozent, was einen Anstieg im Vergleich zu 63,0 Prozent im Jahr 2020 bedeutet.
Wahlverfahren und Ergebnisbekanntgabe
In Hamburg haben Wähler:innen die Möglichkeit, mit zwei Stimmzettelheften zu wählen. Das rote Stimmzettelheft dient zur Vergabe von Stimmen an Kandidierende in den Wahlkreisen, während das gelbe Heft Wahlvorschläge für die gesamte Stadt enthält. Wähler:innen können bis zu zehn Stimmen abgeben, verteilt auf verschiedene Personen oder Listen. Die reguläre Auszählung der Stimmen begann am 3. März 2025 und das vorläufige Ergebnis wird am Abend desselben Tages bekanntgegeben. Das endgültige Ergebnis wird am 19. März 2025 erwartet.
Die Hamburger Bürgerschaft hat regulär 121 Sitze, eine Zahl, die durch Überhang- und Ausgleichsmandate steigen kann. Der Erster Bürgermeister Peter Tschentscher hat deutlich gemacht, dass die Gespräche über die zukünftige Regierungsbildung zeitnah beginnen werden, während sich alle Akteure auf die Ergebnisse der Wahlen konzentrieren.
Um mehr über das Wahlrecht in Hamburg zu erfahren, das den Wähler:innen ermöglicht, ihre Stimmen zu kumulieren oder zu panaschieren, können Interessierte die Informationen auf der offiziellen Website der Hamburgischen Bürgerschaft einsehen. Dort sind alle Aspekte des Wahlrechts detailliert beschrieben, einschließlich der Stimmabgabe und der Wahlvorschläge für die verschiedenen Wahllisten.
Die kommenden Tage werden zeigen, wie sich die politische Landschaft in Hamburg entwickeln wird und ob die rot-grüne Koalition ihre Mehrheit behaupten kann.
Für detaillierte Informationen zu den Wahlergebnissen und der politischen Situation in Hamburg, können Sie die Berichterstattung von Merkur und Spiegel verfolgen.