Am 22. März 2025 wird an das historische Ereignis erinnert, das vor 80 Jahren auf das Aluminiumwerk in Lauta abgezielt war. Im Zweiten Weltkrieg wurden hunderte Tonnen Bomben auf das Werk abgeworfen, wobei der letzte Angriff am 22. März 1945 stattfand. Ein Angriff, der nicht nur auf das BRABAG-Werk in Schwarzheide (heute BASF) gerichtet war, sondern aufgrund schlechter Koordination auch Lauta traf, als etwa 30 Bomber zwölf 10-Zentner-Bomben abwarfen, wie Sächsische.de berichtet.

Trotz des Endes des Krieges sind die Folgen dieser Angriffe bis heute spürbar. Immer wieder werden in der Region Blindgänger entdeckt. Erst Anfang 2023 wurde bei Baggerarbeiten an der Carolabrücke in Dresden ein Blindgänger gefunden, der entschärft werden musste. Zudem fanden im Januar 2023 zwei weitere Bomben in der Nähe ohne Zünder ihren Weg ans Licht, was die ständige Gefahr unterstreicht, die noch immer im Untergrund lauernd vorhanden ist.

Die Luftangriffe auf Dresden

Die Luftangriffe auf Dresden, die von der Royal Air Force (RAF) und den United States Army Air Forces (USAAF) im Februar 1945 durchgeführt wurden, zeichnen ein Bild der Zerstörung und des menschlichen Leids. Vom 13. bis 15. Februar wurde Dresden von mehreren Angriffswellen heimgesucht, die schätzungsweise zwischen 22.700 und 25.000 Menschenleben forderten. Historische Untersuchungen widerlegten die übertriebenen Zahlen der NS-Propaganda und bekräftigten die massiven Schäden an der Innenstadt und der industriellen Infrastruktur, wie Wikipedia beschreibt.

Die Kritik an der Luftkriegsführung der Alliierten, insbesondere an der britischen Area Bombing Directive, war nicht unberechtigt. Historiker erörtern die moralischen und rechtlichen Implikationen der Flächenbombardierungen, die viele als Kriegsverbrechen einstufen möchten. Diese Diskussionen finden im Kontext des strategischen Zwanges der Alliierten statt, die nach dem Stocken ihrer Offensive im Herbst 1944, verstärkt auf Luftangriffe setzten, um militärische und infrastrukturelle Ziele zu schädigen.

Die Erbe der Bombardierungen

Die Bombardierungen in Dresden repräsentieren nicht nur die Gewalt des Krieges, sondern auch das komplexe Erbe der Luftkriegsführung während des Zweiten Weltkriegs. Die Angriffe, so umstritten sie auch sein mögen, waren Teil einer größeren militärischen Strategie, die darauf abzielte, die moralische Belastbarkeit der deutschen Bevölkerung zu untergraben und kriegswichtige Industrieziele zu zerstören. Diese Taktiken führten dazu, dass Städte wie Dresden, Frankfurt am Main und Hamburg von massiven Zerstörungen betroffen waren, was in zahlreichen Opferzahlen resultierte, die sich bis heute in der kollektiven Erinnerung halten, wie im Überblick über die Luftangriffe der Alliierten auf das Deutsche Reich zusammengefasst wird Wikipedia.

In Anbetracht all dieser Aspekte bleibt die Diskussion über die ethische Rechtfertigung solcher Angriffe ein schwelendes Thema in den Geschichtswissenschaften und in der öffentlichen Wahrnehmung, insbesondere vor dem Hintergrund der Wiederentdeckung und Entschärfung von Bomben, die 80 Jahre nach den Luftangriffen noch immer eine Gefahr darstellen.