Ein verheerender Brand hat am Sonntagabend das Spendenlager der Diakonie in Köln-Kalk weitgehend zerstört. Um 20:50 Uhr meldete die Feuerwehr den ausgedehnten Brand im Erdgeschoss eines viergeschossigen Gebäudes an der Dillenburger Straße 65. Die Feuerwehr berichtete von einem „großflächigen“ Feuer, das in voller Ausdehnung brannte und aufgrund der großen Mengen brennender Kleidung besonders schwierig zu bekämpfen war. Insbesondere die Löscharbeiten zogen sich bis in die Nachtstunden hin, da das Feuer immer wieder aufflammte.
Insgesamt waren 90 Feuerwehrleute sowie 23 Fahrzeuge an dem Einsatz beteiligt. Eine Versorgungsstation wurde auf dem Gelände der Werkfeuerwehr der Deutz AG eingerichtet, um die Einsatzkräfte zu unterstützen. Glücklicherweise gab es keine Verletzten. Zudem wurde während des Einsatzes ein weiterer Brand eines Bauwagens schnell unter Kontrolle gebracht, ebenfalls ohne verletzte Personen.
Totalschaden für die Diakonie
Das gesamte Spendengut, das zur Unterstützung Bedürftiger mit Kleidung und Sachspenden diente, konnte nicht gerettet werden und wurde vollständig vernichtet. Die Feuerwehr gab keine Auskunft zur Höhe des Sachschadens, der jedoch erheblich sein dürfte. Die diakonischen Einrichtungen standen im Fokus der Hilfe für viele Menschen in Not.
Die Brandursache ist derzeit unklar und wird von der Kriminalpolizei untersucht. In den letzten Jahren wurde festgestellt, dass bei etwa einem Fünftel der Brände in Deutschland keine klare Ursache gefunden werden konnte. Häufige Brandursachen sind unter anderem Elektrizität, menschliches Fehlverhalten und Überhitzung. Besonders elektrische Geräte sind oft der Auslöser, da sie durch Überhitzung oder defekte Geräte Brände verursachen können. Präventionsmaßnahmen wie die richtige Handhabung von Elektrogeräten und das Achten auf klare Verantwortungsbereiche könnten in zukünftigen Fällen helfen, solche Vorfälle zu vermeiden, wie [Brandschutz-Zentrale] berichtet.
Die Feuerwehr Köln leitete sofort einen massiven Löschangriff mit acht Strahlrohren ein und erhielt Unterstützung von fünf Löschgruppen der Freiwilligen Feuerwehr. Trotz der umfangreichen Bemühungen konnte die komplette Zerstörung des Lagers nicht verhindert werden. Die Feuerwehr stellte sich der Herausforderung, die Lage gegen 21:50 Uhr unter Kontrolle zu bringen, doch die Nachlöscharbeiten zogen sich über mehrere Stunden.
Die Zerstörung des Spendenlagers wirft Fragen auf, wie derartige Einrichtungen, die zahlreiche Menschen unterstützen, in Zukunft besser geschützt werden können. Die Diakonie in Köln steht zudem vor der Herausforderung, die verlorenen Ressourcen schnellstmöglich zu ersetzen, um auch weiterhin hilfsbedürftige Menschen unterstützen zu können.
Diese tragische Situation unterstreicht die Dringlichkeit der Brandprävention und das Bedürfnis nach effektiven Maßnahmen, um solche Vorfälle zu vermeiden. Die Gemeinschaft ist gefordert, Lösungen zu finden und sich solidarisch zu zeigen.