In Görlitz organisieren engagierte Schüler eine wichtige Blutspende-Aktion, die am 14. März im St.-Carolus-Krankenhaus stattfindet. David Fleischer, 15 Jahre alt und Schüler der Abschlussklasse 10 der Oberschule Rauschwalde, ist einer der Hauptorganisatoren dieser Initiative. Seit seinem 8. Lebensjahr ist er Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Innenstadt und fungiert als Sprecher der Jugendabteilung. Gemeinsam mit seinen Mitschülern haben sie bereits Flyer erstellt und Klassen besucht, um für die Aktion zu werben.

Die Blutspende ist nicht nur auf die Schülerinnen und Schüler beschränkt, sondern richtet sich vor allem an deren Eltern sowie an volljährige und gesunde Personen. An diesem Nachmittag, der von 14:30 bis 17:00 Uhr dauert, werden die Schüler auch organisatorische Aufgaben übernehmen und die Spender betreuen. David Fleischer plant, in den nächsten drei Jahren selbst Blut zu spenden und beabsichtigt, in die Einsatzabteilung der Feuerwehr zu wechseln. Zudem hat er Interesse an einem Lehrerberuf, hat jedoch auch die Vorzüge des Berufs des Vermessungstechnikers entdeckt.

Die Bedeutung von Blutspenden

Laut Sächsische werden in Deutschland täglich etwa 15.000 Blutkonserven benötigt, insbesondere für Operationen, Unfälle und die Behandlung von Krebserkrankungen. Die begrenzte Haltbarkeit der Blutkonserven führt häufig zu Engpässen, vor allem in Ferienzeiten und an Feiertagen. Die bevorstehende Aktion im St.-Carolus-Krankenhaus ist also von großer Bedeutung.

Das Blutspendezentrale Görlitz unterstützt solche Initiativen und bietet umfassende Informationen und medizinisches Fachwissen. Unter der Leitung von PD Dr. med. Kristina Hölig, Fachärztin für Transfusionsmedizin, wird die Qualität und Sicherheit der Blutspende stets gewährleistet. Dr. Hölig, die auch die Leitung des Bereichs Transfusionsmedizin am Universitätsklinikum der TU Dresden innehat, hat sich auf verschiedene wissenschaftliche Schwerpunkte spezialisiert.

Ehrenamtliches Engagement

Das Rote Kreuz (DRK) spielt eine zentrale Rolle bei der Organisation von Blutspenden und dem ehrenamtlichen Engagement in Deutschland. Mehr als 400.000 Menschen sind bereits aktiv im DRK tätig, wobei der Bedarf an Unterstützung stetig wächst. Ehrenamtliche Helfer sind nicht nur während der Blutspendetermine vor Ort, sondern auch in der Planung und Durchführung von Aktionen aktiv. Sie empfangen die Spender, organisieren die Termine und kümmern sich um die Verpflegung.

Dank des Engagements dieser freiwilligen Helfer können sich die hauptamtlichen Mitarbeitenden auf die medizinischen Aspekte während des Spendevorgangs konzentrieren. Aktionen wie die des Görlitzer Oberschülers sind nicht nur für die Gemeinschaft essenziell, sie fördern auch den Teamgeist und das Verantwortungsbewusstsein unter den Jugendlichen.