Am 20. März 2025 wird weltweit der Weltglückstag gefeiert, der 2012 von der UN-Generalversammlung beschlossen wurde und seit 2013 jährlich begangen wird. An diesem Tag wird auch der World Happiness Report veröffentlicht, der die Lebenszufriedenheit in über 140 Ländern vergleicht. Der Bericht zeigt, dass Finnland zum achten Mal in Folge den ersten Platz belegt, gefolgt von Dänemark und Island. Deutschland hat sich im Ranking auf den 22. Platz verbessert und überholt damit sogar die USA. Diese positiven Entwicklungen stehen zwar im Fokus, jedoch wird auch auf die Unterschiede in den Glücksgefühlen verschiedener Altersgruppen in Deutschland hingewiesen.
Das Ministerium für Glück und Wohlbefinden in Deutschland, geleitet von Gina Schöler, hat das Ziel, das Bruttonationalglück zu steigern. Die Idee für dieses Ministerium entstand während Schölers Zeit an der Hochschule Mannheim und ist Teil eines breiteren internationalen Ansatzes, der seinen Ursprung in Bhutan hat. Dort wird seit den 1970er Jahren das Bruttonationalglück als Maß für das Wohlbefinden verwendet, wobei Gesundheit, Bildung und Umweltschutz besondere Beachtung finden.
Ergebnisse des World Happiness Reports
Die aktuellen Ergebnisse zeigen, dass die Zufriedenheit weltweit von 2021-2023 im Vergleich zu den Jahren 2006-2010 stabil geblieben ist, trotz globaler Herausforderungen wie der Pandemie und wirtschaftlicher Unsicherheiten. Soziale Unterstützung hat zugenommen, mit mehr Spenden und ehrenamtlichem Engagement in vielen Ländern.
Der Bericht verdeutlicht auch die Notwendigkeit, auf die Lebenszufriedenheit von jüngeren Generationen zu achten, insbesondere in Deutschland, wo Menschen unter 30 Jahren im internationalen Vergleich als am unglücklichsten gelten. Diese Diskrepanz wird als besorgniserregend angesehen, zumal die mittlere Altersgruppe (30-44 Jahre) die höchste Zufriedenheit aufweist.
Glücksquellen und -ungleichheiten
Sechs Schlüsselfaktoren beeinflussen die Lebenszufriedenheit: soziale Unterstützung, Pro-Kopf-Einkommen, gesunde Lebenserwartung, Entscheidungsfreiheit, Großzügigkeit und die Abwesenheit von Korruption. Besonders in Ländern, die am Ende der Liste stehen, wie Afghanistan und Libanon, sind die Lebensumstände durch Krieg und Korruption geprägt, wodurch das Glücksgefühl leidet.
Die Berichte werden primär auf der Grundlage von Daten des Gallup World Poll erstellt, bei dem Befragte ihr Leben auf einer Skala von 0 bis 10 bewerten. Die Berichterstattung zeigt nicht nur die Rankings, sondern auch die Ursachen für Glück und Unglück auf und lässt Rückschlüsse auf politische und gesellschaftliche Entwicklungen zu.
Insgesamt bleibt der World Happiness Report ein wichtiges Instrument zur Messung und Verbesserung von Lebensqualität und Zufriedenheit weltweit, das auch zur politischen Diskussion über Lebensbedingungen und soziale Gerechtigkeit beitragen kann.