Die Universität Trier bietet eine spannende Gelegenheit, die einheimische Wasserfauna kennenzulernen. Im Rahmen einer neuen Ausstellung können Besucher Fische, Unken und Molche aus regionalen Gewässern entdecken. Diese Initiative, die vom Professor für Biogeographie, Prof. Dr. Henrik Krehenwinkel, ins Leben gerufen wurde, umfasst ein Aquarium und ein Aquaterrarium, die mit zwei QR-Codes ausgestattet sind. Diese Codes bieten zusätzliche Informationen zu den heimischen Fischen, Amphibien und den speziellen Ökosystemen der Region, wie uni-trier.de berichtet.

Die Fische stammen aus Flüssen wie Mosel, Ruwer und Sauer. Obwohl sie nicht selten sind, bleiben viele von ihnen den Menschen unbekannt. Die Schaukästen in der Ausstellung dienen nicht nur informativen Zwecken; sie sind auch im Rahmen der Lehre von großer Bedeutung. Tägliche Kontrollen der Tiere werden vom Professor und studentischen Hilfskräften durchgeführt. Besucher sind herzlich eingeladen, das Aquarium und Aquaterrarium zu den regulären Öffnungszeiten von Montag bis Freitag zu besichtigen. Besonders anschaulich ist ein Besuch im Sommer während der Laichzeit, wenn sich die männlichen Fische in leuchtenden Farben präsentieren.

Langfristiges Biomonitoring als Teil der Universitätsstrategie

Für das kommende Sommersemester ist ein umfangreiches Biomonitoring auf dem Campus der Universität geplant, ebenfalls geleitet von Prof. Dr. Krehenwinkel und seinen Studierenden. Dieses Projekt wird die Teiche an den Standorten Campus I und II sowie das gesamte Universitätsgelände einbeziehen. Ziel ist es, die Artenvielfalt auf dem Campus zu erfassen und Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität zu entwickeln.

Das Biodiversitätsmonitoring spielt auch in einem größeren nationalen Rahmen eine wichtige Rolle. In Deutschland ist es gesetzlich nach Paragraph 6 Absatz 2 des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatschG) vorgeschrieben. Dieses Monitoring obliegt sowohl dem Bund als auch den Bundesländern und ist Teil nationaler sowie internationaler Richtlinien. Diese definieren die Beobachtungs- und Berichtspflichten zur Biodiversität und sorgen dafür, dass die Monitoringlandschaft ständig optimiert wird. So werden innovative Methoden wie Fernerkundung, Metabarcoding oder der Einsatz von künstlicher Intelligenz entwickelt, um die Datenerhebung zu verbessern, wie das Monitoringzentrum betont.

Die Rolle von Forschung und Innovation

Das Zentrum für Biodiversitätsmonitoring und Naturschutzforschung (ZBM) ist ein weiterer wichtiger Akteur in diesem Bereich. Es koordiniert zahlreiche Forschungsprojekte, die darauf abzielen, Methoden für die Erfassung und Verarbeitung von Biodiversitätsdaten zu evaluieren und zu optimieren. Die gesammelten Informationen sollen nicht nur der Wissenschaft, sondern auch der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden. Weitere Informationen darüber findet man auf der Webseite des Leibniz-Instituts.

Insgesamt leistet die Universität Trier mit ihrem Engagement im Bereich Biodiversitätsforschung und -monitoring einen wichtigen Beitrag zum Schutz unserer einheimischen Arten und trägt dazu bei, das Bewusstsein für die Bedeutung der Biodiversität in der Region zu schärfen.