Am Aschermittwoch, dem 6. März 2025, endete die Faschingszeit und es beginnt die Fastenzeit, die eine Phase des Verzichts und der Ruhe darstellt. Diese Zeit ist geprägt von Trauer unter den Faschingsgruppen, während die fröhliche Stimmung der vergangenen Wochen allmählich schwindet. Am Ende der Festlichkeiten gaben die Narren die eroberten Rathausschlüssel an die Bürgermeister zurück und machten sich bereit für die 250 Tage des Winterschlafs, die nun folgen. Symbolfiguren wie das Silbermännle der Gmender Fasnet verabschiedeten sich bis zur nächsten Saison.
Die Faschingszeit, auch bekannt als Karneval, Fastnacht oder Mardi Gras, geht traditionell in die Fastenzeit über. Diese Feierlichkeiten, die ihren Ursprung vor über 500 Jahren in Mesopotamien hatten, sind nicht nur lokale, sondern auch globale Ereignisse. Die Wurzeln von Fasching reichen tief in die Geschichte zurück und wurden in verschiedenen Kulturen, wie im antiken Rom und Ägypten, gefeiert. Ursprünglich dienten diese Feste oft der Ehre der Götter und feierten den Übergang vom Winter zum Frühling.
Übergang von Feiern zu Verzicht
Insgesamt umfasst die 40-tägige Fastenzeit einen Verzicht auf Fleisch, Alkohol und Süßigkeiten. Diese Tradition ist Teil eines größeren Kreislaufs, der die Gemeinschaft zusammenbringt. Während der Faschingszeit verkleideten sich die Menschen und trugen Masken, um „Wintergeister“ zu vertreiben, eine Praxis, die auch heute noch fester Bestandteil des Geschehens ist. Fasching stellt eine Zeit des Feierns dar, bevor der Verzicht der Fastenzeit beginnt.
Weltweit gibt es zahlreiche unterschiedliche Bräuche, die während dieser Zeit gepflegt werden. In Venedig beispielsweise ist der Karneval bekannt für elegante Masken und prachtvolle Kostüme, während New Orleans mit Juwelen, Paraden und dem berühmten „King Cake“ aufwartet. In Deutschland und Österreich sind die Rosenmontagsumzüge in Köln und Mainz besonders populär, wo „Jecken“ in bunten Kostümen die Straßen beleben.
Kulturelle Vielfalt von Fasching bis Karneval
Die Feierlichkeiten rund um Fasching und Fastnacht sind nicht nur regional, sondern auch international organisiert. Von Trinidad und Tobago, wo die Menschen in bunten Kostümen zu Calypso und Soca tanzen, bis zum Karneval in Rio de Janeiro, der Millionen von Menschen anzieht, zeigen die unterschiedlichen Traditionen die kulturelle Vielfalt des Fests. Auch in der Dominikanischen Republik und Finnland gibt es regionale Besonderheiten, die jeweils eine eigene Form von Karneval darstellen.
Die nächste Faschingssaison beginnt am 11. November 2025, wenn das Silbermännle wieder erwacht. Bis dahin bleibt den Narren und Festtag-Liebhabern die Erinnerung an die bunten und fröhlichen Tage des Faschings, die nun in den Winterschlaf übergehen.
Weitere Informationen sind auf Schwäbische Post, Falstaff und Volksfestwelt verfügbar.