In Solingen kam es zu einem alarmierenden Vorfall, bei dem ein 49-jähriger Fußgänger von einem unbekannten Autofahrer erfasst wurde. Der Fahrer umlenkte und floh vom Unfallort, was die Polizei zu umfangreichen Ermittlungen und einer Großfahndung veranlasste. Die staatlichen Sicherheitskräfte, darunter ein Hubschrauber, suchen nach dem Fahrer des SUV, dessen Identität bislang unbekannt ist. Erste Erkenntnisse deuten darauf hin, dass es sich um einen versuchten Tötungsdelikt handeln könnte, da die Umstände des Vorfalls Verdacht erregen. Der Fußgänger wurde sehr schwer verletzt und befindet sich in einem kritischen Gesundheitszustand, der möglicherweise lebensgefährlich ist.
Überwachungskameraaufnahmen zeigen, dass der Fußgänger bei der Überquerung der Straße in der Mitte der Fahrbahn stehenblieb, als der SUV ihn erfasste. Durch die Wucht des Aufpralls wurde er gegen ein entgegenkommendes Fahrzeug geschleudert, wodurch auch zwei Insassen des anderen Fahrzeugs leichte Verletzungen durch Glassplitter erlitten. Die Straße zwischen Solingen und der Autobahn 3 war mehrere Stunden lang gesperrt, während die Polizei Spuren sicherte und Zeugen befragte. Es werden auch Gerüchte über eine mögliche Absicht des Fahrers, den Fußgänger zu verletzen, ernsthaft geprüft. Die Polizeibehörden bitten die Bevölkerung um Hinweise, um den Fahrer zu ermitteln. Betroffene können sich unter der Rufnummer 0202/284-0 melden.
Weitere Unfallhergänge in Solingen
Erneut hat ein weiterer Vorfall in Solingen die Öffentlichkeit alarmiert. Hierbei wurde ein 80-jähriger Fußgänger von einem dunklen Audi Kombi angefahren, als er die Burgunderstraße überqueren wollte. Der Unfall ereignete sich Dienstagnachmittag gegen 17:10 Uhr. Statt gleich die Polizei oder den Rettungsdienst zu rufen, brachte der Unfallfahrer den schwer verletzten Fußgänger nach Hause. Der Sohn des Opfers kümmerte sich dann um die nötige ärztliche Behandlung und brachte seinen Vater in der Nacht ins Krankenhaus. Auch bei diesem Vorfall sucht die Polizei nach dem Fahrer, der als etwa 50 bis 55 Jahre alt, rund 170 cm groß, mit kräftiger Statur und dunklen, kurzen Haaren beschrieben wird. Er trug eine dunkelbraune Jacke und sprach polnisch.
Rückblick auf die Verkehrssicherheit in Deutschland
Diese Vorfälle unterstreichen ein besorgniserregendes Muster hinsichtlich der Verkehrssicherheit in Deutschland. Nach Angaben des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) sind die Unfallzahlen im Jahr 2023 gestiegen: Insgesamt verloren 2.839 Menschen ihr Leben bei Verkehrsunfällen, was einem Anstieg von 1,8 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Auch die Zahl der Verletzten stieg um 1,5 % auf 366.557 Personen. Manfred Wirsch, Präsident des DVR, hebt die Bedeutung der Sicherheit von Fußgängern hervor und fordert ein stärkeres Augenmerk auf deren Schutz. Die Bundesregierung arbeitet derzeit an einer Fußverkehrsstrategie, welche darauf abzielt, die Rahmenbedingungen für Fußgänger durch eine Novelle der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) und andere Maßnahmen zu verbessern.