Die aktuelle Pollenlage im Südwesten Deutschlands sorgt für erhebliche Schwierigkeiten bei Allergikern. Laut Südkurier sind besonders die Erlenpollen verantwortlich für die hohe Belastung in den kommenden Tagen. Vor allem die Regionen Schwarzwald und Schwäbische Alb sind betroffen, doch ab Mitte der Woche wird sich die Pollenbelastung auch auf andere Gebiete ausweiten. Zudem nehmen die Haselpollen in den Mittelgebirgen zu und verursachen dort geringe bis mittlere Belastungen.
Für Allergiker bedeutet dies eine intensive Zeit, in der die Symptome verstärkt auftreten können. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat die Erlenpollenbelastung heute und am Dienstag in baden-württembergischen Mittelgebirgen auf die sechste von sieben Stufen auf dem Pollenflug-Gefahrenindex eingestuft, was eine mittlere bis hohe Belastung darstellt. Am Mittwoch sollen dann auch die Gebiete Hohenlohe, mittlerer Neckar und Oberschwaben diese Belastungsstufe erreichen.
Pollen und ihre Auswirkungen
Pollen sind die Blütenstaubpartikel von Bäumen, Gräsern und Kräutern, die zur Fortpflanzung dienen. Sie sind Hauptursache für Heuschnupfen und allergische Reaktionen, die Symptome wie Niesen, juckende Augen, laufende Nase und Atembeschwerden hervorrufen können. Die Intensität dieser Symptome variiert je nach Person und hängt stark von der Pollenkonzentration in der Luft ab, die unter anderem durch geografische Lage, Pflanzenart und lokale Wetterbedingungen beeinflusst wird, wie DWD ergänzt.
Etwa 15% der Bevölkerung in Deutschland leiden unter Pollenallergien, wobei die Tendenz steigend ist. Besonders problematisch sind Erlen- und Haselpollen, aber auch Birkenpollen, die im Frühjahr in großer Zahl freigesetzt werden. Diese können bis zu 300 Kilometer weit transportiert werden. Laut NDR sind die Symptome weitreichend und umfassen tränende Augen, laufende oder verstopfte Nase, und sogar Atemnot.
Tipps zur Linderung der Symptome
Um die Symptome zu lindern, empfiehlt es sich, regelmäßig Informationen über Pollenflüge zu beziehen und Maßnahmen zu ergreifen, um Pollen aus der Wohnung fernzuhalten. Hierzu zählen das Schließen von Fenstern beim Schlafen, das Wöchentliches Wechseln der Bettwäsche und das Reinigen von Böden und Möbeln. Auch der Einsatz von Luftreinigern und die Vermeidung des Trocknens von Wäsche im Freien können hilfreich sein.
Bei Heuschnupfen-Symptomen sollte man einen Arzt konsultieren, da sich die Symptome verschlimmern und zu chronischem Asthma führen können. Antihistaminika in Form von Nasensprays, Augentropfen und Tabletten können die Beschwerden ebenfalls lindern. Zudem kann eine Immuntherapie in Erwägung gezogen werden, um die Allergie langfristig zu behandeln.
Obwohl die Pollenflugsaison für viele eine Herausforderung darstellt, ist es wichtig, auch die Zusammenhänge zu verstehen: Klimawandel und Umweltverschmutzung verstärken den Pollenflug und die Allergien, mit der Prognose, dass bis zum Jahr 2050 etwa 50% der Menschen unter Allergien leiden könnten.