Die weltbekannte Afrikanische Elefantenkuh Didi, geboren vermutlich 1977 oder 1978 in freier Wildbahn, ist verstorben. Westfalen Blatt berichtet, dass Didi ihr Leben lang unter schwierigen Bedingungen litt. Die Elefantendame machte Karriere im Zirkus Franz Althoff, bevor sie 1992 ihre Sommerresidenz im Safaripark hatte. 1996 zog sie mit der alten Herde ins Elefantengehege nach Stukenbrock und war die letzte ihrer Art, die eine neue Herde anführte, die aus Benji, Mausi und einem Baby bestand.
Didi war nicht nur ein Publikumsliebling, sondern auch eine Symbolfigur für den Erhalt afrikanischer Elefanten in Gefangenschaft. Ihre Lebensumstände verdeutlichen die Herausforderungen, denen afrikanische Elefanten in Zoos gegenüberstehen. Die komplexen Lebensraumanforderungen dieser Tiere werden von vielen Zoos oft nicht erfüllt, wie der Artikel von isteshaltbar verdeutlicht.
Didi und die Herausforderungen der Elefantenhaltung
In Deutschland halten rund 25 Zoos und Tierparks Elefanten, doch die Gehege sind nach den Anforderungen oftmals unzureichend. Die Mindestanforderung für die Gehegegröße einer erwachsenen Elefantenkuh beträgt 500 Quadratmeter, was für viele Einrichtungen nicht realisierbar ist. Didi lebte in einem dieser Gehege, die nur wenige tausend Quadratmeter Platz bieten, im Vergleich zu den riesigen Lebensräumen in freier Wildbahn.
Die Probleme der Elefantenhaltung sind durch die jüngsten Entscheidungen auf internationaler Ebene verschärft worden. Bei der UN-Artenschutzkonferenz in Genf hat sich eine Mehrheit für ein Verbot des Handels mit wilden afrikanischen Elefanten in Zoos und Zirkussen ausgesprochen. Dies könnte weitreichende Folgen für die verbliebenen Elefanten in den zoologischen Einrichtungen haben.
Älteste Elefantenstämme und ihre Lebensbedingungen
Obwohl Didi eine instabile Lebenssituation hatte, ist der Elefantenbestand in Deutschland im Allgemeinen erholt und umfasst nun wieder etwa 130.000 Elefanten. Erwachsene Afrikanische Elefanten haben in der Natur keine natürlichen Feinde; jedoch ist die Lebensdauer in Gefangenschaft mit durchschnittlich nur 17 Jahren im Vergleich zu bis zu 56 Jahren in freier Wildbahn besorgniserregend.
Der Marktwert eines Elefanten-Babys kann in der Tat bis zu 113.000 Euro betragen, während die Haltung enorm kostenintensiv ist. Die tägliche Einnahme an Nahrung beträgt etwa 200 Kilo, die in etwa 4.000 Euro monatlich an Verpflegung resultieren. Ein Elefant kostet in Botswana rund 35.000 Euro.
Die Geschichten von Elefanten wie Didi verdeutlichen die Herausforderungen und die Verantwortung, die mit der Haltung gefährdeter Arten verbunden sind. Ihre tragischen Schicksale werfen Fragen auf über das, was wir in unseren Zoos und Tierparks leisten können.