Am heutigen Tag, dem 28. Februar 2025, stehen die politischen Entwicklungen zwischen den USA und der Ukraine im Mittelpunkt. Die Bundesaußenministerin Annalena Baerbock hat der Ukraine deutlich Unterstützung Deutschlands und Europas zugesichert. Diese Zusicherung kommt vor dem Hintergrund eines gescheiterten Rohstoff-Deals zwischen den USA und der Ukraine, dessen Unterzeichnung nach einer hitzigen Auseinandersetzung zwischen US-Präsident Donald Trump, Vizepräsident JD Vance und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj nicht zustande kam. ARD-Korrespondentin Kerstin Klein berichtet von einem Gespräch, das in gegenseitigem Anschreien endete und Selenskyj vorzeitig das Weiße Haus verlassen ließ.

Währenddessen telefonierte der französische Präsident Emmanuel Macron mit Selenskyj, um nach dem Eklat Unterstützung zu bieten. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen versicherte Selenskyj, dass die EU weiterhin an einem gerechten Frieden arbeiten werde. Auch der CDU-Chef Friedrich Merz bekundete Solidarität mit der Ukraine, indem er betonte, dass man Aggressor und Opfer nicht verwechseln dürfe.

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Gescheiterter Rohstoff-Deal

Der geplante Rohstoff-Deal sah vor, dass die USA Zugang zu ukrainischen Ressourcen wie Öl, Gas und Seltenen Erden erhalten sollten. Ein Investitionsfonds sollte zudem den Wiederaufbau der Ukraine unterstützen, in den 50% der Rohstoff-Einnahmen fließen sollten. Allerdings fehlen im aktuellen Abkommen Sicherheitsgarantien von den USA, was in den USA Unmut auslöste. Politologe Jakob Kullik äußerte sich skeptisch über den Deal, insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Ukraine als rohstoffreich angesehen wird, aber 40% ihrer Metallressourcen unter russischer Kontrolle stehen.

Selenskyj hatte bereits im „Siegesplan“ von Oktober 2024 auf die strategische Bedeutung der Rohstoffe verwiesen, die für die Ukraine und die europäische Abhängigkeit von strategischen Materialien entscheidend sein könnten. Experten sehen in einem Rohstoffabkommen positive Aspekte für die Beziehungen zwischen den USA und der Ukraine, warnen jedoch auch vor den Risiken, vor allem bei einem schlechten Deal, der die Kreditwürdigkeit der Ukraine gefährden könnte.

Internationale Unterstützung für die Ukraine

Auf politischer Ebene drängen viele europäische Führer darauf, die Ukraine nicht allein zu lassen. Der ukrainische Außenminister Andrii Sybiha lobte Selenskyj für seinen Mut im Gespräch mit Trump und Vance, während auch der ukrainische Premierminister Denys Shmyhal sowie Parlamentspräsident Ruslan Stefantschuk ihren Präsidenten unterstützten. Der SPD-Co-Parteichef Lars Klingbeil erklärte, dass Deutschland bei der Hilfe für die Ukraine vorangehen werde.

Die politische Unterstützung ist entscheidend, insbesondere in Zeiten, in denen die Beziehungen zwischen den USA und der Ukraine auf dem Prüfstand stehen. Macron forderte Respekt für die Ukraine und betonte die Notwendigkeit, Russland mit Sanktionen zu begegnen. In diesem angespannten politischen Klima bleibt abzuwarten, wie sich die Situation weiter entwickeln wird, insbesondere im Hinblick auf die strategischen Ressourcen der Ukraine und deren Rolle in der globalen geopolitischen Landschaft.

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Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Ukraine nicht nur militärische Hilfe benötigt, sondern auch entschieden auf internationale diplomatische Unterstützung angewiesen ist, um ihre Rohstoffindustrie und die damit verbundenen wirtschaftlichen Perspektiven zu sichern. Die kommenden Wochen werden entscheidend sein, um zu klären, ob ein neuer Ansatz zur Lösung dieser komplexen Fragen gefunden werden kann.

Weitere Informationen zu den strategischen Rohstoffen der Ukraine und ihren geopolitischen Implikationen sind in verschiedenen Analysen zu finden, darunter in dem Artikel von bundeszentrale für politische Bildung sowie in den Berichterstattungen von Tagesschau und ZDF.