Der Eishockey-Zweitligist Eispiraten Crimmitschau erlebte am 24. Januar 2025 einen Rückschlag im Kampf um die vorderen Plätze der Liga. Im Heimspiel gegen den EC Landshut mussten die Eispiraten nicht nur eine Niederlage hinnehmen, sondern auch ihren Kapitän Tobias Lindberg verloren, der nach einem harten Check ins Krankenhaus gebracht werden musste. Der Mannschaftsarzt Matthias Modes äußerte sich besorgt über die Situation des Spielers und die Gefahren im modernen Eishockey. Währenddessen zeigten die Fans aus der Heine-Kurve vor dem ersten Bully mit einem Banner ihre Unzufriedenheit über die unklare Finanzierung der Flex-Bande, an dem sie die Verantwortlichen erinnerten. Das Banner forderte eine Zusammenarbeit zwischen der Stadt und dem EPC, um Lösungen für den Eishockey-Standort zu finden.
Diese Ereignisse werfen einen Schatten auf die ohnehin angespannte Situation im deutschen Eishockey. In Weiden, wo die Blue Devils in der DEL 2 spielen, sorgt die Insolvenz des Hauptsponsors Ziegler Holding GmbH für größte Besorgnis. Die Ziegler Holding, die über 3000 Mitarbeiter beschäftigt und eines der größten Sägewerke Europas betreibt, meldete am Mittwoch Insolvenz an. Diese Entwicklung könnte weitreichende Folgen für die Blue Devils haben, die derzeit auf Platz zehn der Tabelle stehen und somit gerade so den Klassenerhalt sichern würden. Obwohl das Team zwei knappe Derbysiege gegen Regensburg und Selb errungen hat, bleibt die finanzielle Unsicherheit allgegenwärtig.
Finanzielle Unsicherheiten und ihre Folgen
Die Insolvenz der Ziegler Holding wurde am Mittwochvormittag bekannt gegeben und führte zu Sorgenfalten bei den Blue Devils. Franz Vodermeier, Geschäftsführer des Spielbetriebs, machte deutlich, dass die finanzielle Lücke erheblich ist und es unklar ist, welche konkreten Auswirkungen die Insolvenz auf die Mannschaft haben wird. Aktuell spielen die Blue Devils mit nur drei der erlaubten vier Kontingentspieler, was die bereits schwierige Lage weiter verschärft. Erste Meldungen deuten auf eine finanzielle Lücke im sechsstelligen Bereich hin, die dringend geschlossen werden muss.
Die Zukunft des professionellen Eishockeys in Weiden steht auf der Kippe. Die wirtschaftlichen Wolken über dem Verein könnten die Schließung der finanziellen Lücke zur Folge haben, was das Ende des Zweitliga-Eishockeys in Weiden zur Folge haben könnte. Trotz der sportlichen Erfolge und einer Pre-Play-off-Platzierung sind die Blue Devils besorgt über die Konsequenzen, die diese Insolvenz für ihre Spieler und die Nachwuchsarbeit haben wird. Die bedeutende Rolle der Ziegler Holding als Unterstützer des Eishockeysports in Weiden kann nicht unterschätzt werden. Sowohl die Juniorenabteilungen als auch die Profimannschaft könnten von der Neuausrichtung betroffen sein.
Ausblick auf die Zukunft
Die Liga hat zwar ihre Unterstützung angekündigt, doch konkrete Lösungen sind gegenwärtig ungewiss. Das Ziel der Blue Devils ist es, die Zukunft des professionellen und Nachwuchs-Eishockeys, das aktuell fast 200 Kinder und Jugendliche umfasst, nachhaltig zu sichern. Doch angesichts der Insolvenz und den damit verbundenen finanziellen Unsicherheiten bleibt die Entwicklung der nächsten Wochen und Monate abzuwarten. Die Verantwortlichen sind gefordert, um sowohl die Profimannschaft als auch die Jugendförderung auf einem soliden Fundament zu halten.
Die Ereignisse zeigen eindrücklich, wie fragil die Situation im Eishockeybusiness ist und wie schnell eine vielversprechende Saison kippen kann. Die Eispiraten Crimmitschau sowie die Blue Devils Weiden stehen vor entscheidenden Herausforderungen, die weitreichende Auswirkungen auf die Zukunft des Eishockeysports in ihren jeweiligen Regionen haben könnten. Der Eishockeysport in Deutschland braucht Lösungen, um auf soliden finanziellen Beinen zu stehen und die Fans weiterhin mit packendem Sport zu begeistern.
Für weitere Informationen lesen Sie die ausführlichen Berichte von Freie Presse, Passauer Neue Presse und Oberpfalz Echo.