In Köln war die E-Sport-Szene heute in den Fokus gerückt, als die 17-jährige Sahrii, eine der Top-Spielerinnen in Europa, beim Spiel „League of Legends“ die Zuschauer mit ihrer Leistung beeindruckte. Bei der Veranstaltung der „esports players foundation“ in Köln-Lövenich waren auch prominente Politiker wie der Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach und die SPD-Chefin Saskia Esken anwesend. Die Politiker waren auf Wahlkampftour für die bevorstehenden Neuwahlen des Bundestags und die Kommunalwahlen, die im Februar und September 2025 stattfinden.
Der Kölner OB-Kandidat Torsten Burmester betonte die Wichtigkeit der E-Sport- und Gaming-Branche für die Region. Köln beheimatet rund 70 Unternehmen, die etwa 1.600 Mitarbeiter beschäftigen. „Die E-Sport-Branche ist von großer Bedeutung für die lokale Wirtschaft“, erklärte Burmester. Die Diskussion um E-Sport in Deutschland und deren Anerkennung wird zunehmend intensiver, zumal ein Koalitionsvertrag aus 2018 das Thema behandelt hat. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat sich ebenfalls mit dem Phänomen E-Sport auseinandergesetzt, was dessen wachsende Relevanz unterstreicht.
Kritik an Social Media Strategien
Jörg Adami, Geschäftsführer der „esports player foundation“, äußerte in seiner Rede, dass demokratische Parteien ihre Strategien auf sozialen Plattformen wie TikTok und Twitch verbessern müssen. Er kritisierte, dass radikale Gruppen wie die AfD durch ihre erfolgreichen Social-Media-Kampagnen junge Wähler für sich gewinnen konnten. Dies sei ein Zeichen dafür, dass innovative und ansprechende Inhalte notwendig sind, um die junge Zielgruppe zu erreichen.
Während Saskia Esken die Aktivitäten der SPD auf TikTok erwähnte, stellte sie fest, dass diese nicht den gleichen Zuspruch wie die Kampagnen der AfD erzielen. Lauterbach zeigte sich optimistisch, dass die Wähler die wahren Absichten der AfD durchschauen könnten, während Burmester in einem ehrlichen Moment zugab, dass mehr Einsatz in den sozialen Medien nötig sei, um der rechten Politik entgegenzutreten.
Der Aufstieg von E-Sport
In einem weiteren Kontext zum E-Sport zeigte ein TikTok-Video, das die fünf beliebtesten E-Sport-Spiele im Jahr 2023 vorgestellt hat, die zunehmende Popularität dieser Disziplin. „League of Legends“ wurde dabei als eines der bedeutendsten Spiele genannt, zusammen mit Spielern wie Faker, Oner und Keria. Teams wie T1 und SKT wurden als herausragende Vertreter ihrer Branche hervorgehoben.
E-Sport wächst nicht nur in Deutschland, sondern erlebt weltweit eine zunehmende Anerkennung. E.Sport wird in Ländern wie Südkorea sogar als Volkssport angesehen. Die erfolgreiche Teilnahme junger Talente an internationalen Wettkämpfen und die damit verbundenen Preisgelder zeigen, dass E-Sport eine ernstzunehmende Karriereoption darstellt. Beispielsweise wird das Team T1, welches durch den Spieler Faker repräsentiert wird, häufig in den Medien erwähnt.
Die weitreichenden Diskussionen über E-Sport zeugen von dessen gesellschaftlicher Bedeutung, und die anhaltenden Fortschritte in der digitalen Spielkultur zeigen, dass sowohl die Politik als auch die Gesellschaft stärker auf die Phänomene eingehen müssen, die die Jugend heute prägen.
Für weitere Informationen zu aktuellen E-Sport Entwicklungen und deren Einfluss auf die Gesellschaft lesen Sie auch bei Kölner Stadt-Anzeiger, TikTok und bpb.