Ein E-Scooter-Diebstahl, der sich am 22. Januar 2025 am Bahnhof in Felde ereignet hat, konnte nun aufgeklärt werden. Ein betroffener Mann wandte sich am 23. Januar 2025 um 10:14 Uhr an die Bundespolizei im Kieler Hauptbahnhof, nachdem er ein Angebot zum Kauf eines E-Scooters erhalten hatte, von dem er glaubte, dass es sich um seinen gestohlenen Roller handelt. Dieses Angebot kam kurz nach dem Diebstahl, was den Mann stutzig machte.
Der Geschädigte erkannte seinen E-Scooter anhand eines Fotos und vereinbarte einen Termin zur Übergabe. Die Bundespolizei wurde über die bevorstehende Übergabe informiert, und ein gemeinsamer Einsatz von Zivilkräften der Flensburger und Kieler Bundespolizei wurde organisiert. Diese begleiteten den Mann zu dem vereinbarten Treffpunkt, da die Behörden eine mögliche Flucht des Verkäufers befürchteten.
Festnahme des mutmaßlichen Diebes
Als der Moment der Übergabe gekommen war, identifizierte der Geschädigte den E-Scooter tatsächlich als sein Eigentum. Die Zivilkräfte, die sich unauffällig der Situation genähert hatten, schritten sofort ein, als der 18-jährige marokkanische Verkäufer unkooperativ war und versuchte zu fliehen. Die Polizisten konnten ihn rechtzeitig stellen und fixierten ihn mit Handschellen.
Der mutmaßliche Täter wurde vorläufig festgenommen und zur Bundespolizei gebracht. Im Zuge der Ermittlungen wurden sowohl der E-Scooter als auch das Handy des Tatverdächtigen sichergestellt. Der 18-Jährige sieht sich nun einem Strafverfahren wegen Diebstahls gegenüber, nachdem er einen Eigentümer um seinen Roller betrogen hat.
E-Scooter-Unfälle in Deutschland
Während der Fall in Kiel für Aufregung sorgte, bleibt das Thema E-Scooter in Deutschland auch aus sicherheitstechnischer Sicht von Bedeutung. Im Jahr 2023 stieg die Zahl der E-Scooter-Unfälle mit Personenschaden um 14,1 Prozent auf 9.425 Unfälle, wobei die Zahl der Todesopfer sich verdoppelte. Die häufigsten Unfallursachen sind falsche Fahrbahnnutzung und Alkoholeinfluss, was vor allem junge Fahrer betrifft. Über 80 Prozent der verunglückten E-Scooter-Nutzer waren jünger als 45 Jahre.
Trotz ihrer erst seit 2019 möglichen Teilnahme am Straßenverkehr sind E-Scooter weiterhin ein Thema, das sowohl rechtliche als auch sicherheitstechnische Herausforderungen mit sich bringt. Im Jahr 2023 waren E-Scooter an nur 3,2 Prozent der insgesamt 291.890 Unfälle mit Personenschaden beteiligt, was die Notwendigkeit von Aufklärungsarbeit für neue Nutzer unterstreicht.