In einem tragischen Vorfall wurde am Freitagnachmittag ein dreijähriges Kind in Stephanskirchen, im Landkreis Rosenheim, von einem Auto erfasst und schwer verletzt. Laut Berichten von pnp.de kam es zu dem Unfall, als das Kind von einem Grundstück über den Gehweg auf die Straße lief. Trotz der Bemühungen des 32-jährigen Autofahrers, sein Fahrzeug rechtzeitig zu bremsen, konnte eine Kollision nicht verhindert werden. Das Kind lief seitlich gegen das Auto und wurde dabei mehrere Meter durch die Luft geschleudert.
Glücklicherweise besteht für das Kind keine Lebensgefahr, jedoch blieb es mit schweren Verletzungen auf der Fahrbahn liegen und wurde unverzüglich ins Krankenhaus gebracht. Die Polizei hat die Ermittlungen zur genauen Unfallursache aufgenommen und wird die Umstände detailliert prüfen.
Häufigkeit von Unfallverletzungen bei Kindern
Derartige Vorfälle sind alarmierend, insbesondere da Unfallverletzungen eine der größten Gesundheitsgefahren für Kinder in Deutschland darstellen. Wie kindersicherheit.de berichtet, sind für Kinder ab einem Jahr Unfälle sogar die häufigste Todesursache. Im Jahr 2021 waren in Deutschland rund 11,5 Millionen Kinder unter 15 Jahren registriert, wobei 16,5 % der Kinder im Alter von 1 bis 17 Jahren innerhalb von 12 Monaten aufgrund eines Unfalls ärztliche Behandlung suchten.
Die Statistik zeigt, dass mehr als 167.000 Kinder im Jahr 2021 stationär im Krankenhaus behandelt wurden, nachdem sie einen Unfall erlitten hatten. Jungen sind dabei mit 18,6 % häufiger betroffen als Mädchen, bei denen die Rate 14,3 % beträgt.
Unfallursachen
Die meisten Unfälle passieren in vertrauten Umgebungen. Rund 43,8 % der Unfälle ereignen sich Zuhause oder im privaten Umfeld, während 24,2 % in Schulen oder anderen Betreuungseinrichtungen vorkommen. Auch auf Spielplätzen und in Sporteinrichtungen ist die Gefährdung nicht zu unterschätzen, wo 17,4 % der Unfälle geschehen.
Die jüngsten Ereignisse in Stephanskirchen verdeutlichen die Dringlichkeit, das Bewusstsein für Sicherheit im Straßenverkehr zu schärfen, insbesondere wenn es um Kinder geht. Es ist entscheidend, sowohl Autofahrer als auch Eltern zu sensibilisieren, um die Gefahren zu minimieren und die Sicherheit der Kleinsten zu gewährleisten.