Am 17. März 2025 hat die diplomatische Beziehung zwischen den USA und Südafrika einen neuen Tiefpunkt erreicht. Die US-Regierung erklärte den südafrikanischen Botschafter Ebrahim Rasool zur „persona non grata“, was seine sofortige Ausreise aus den USA zur Folge hat. Dies wurde von dem US-Außenminister Marco Rubio offiziell bekannt gegeben, der Rasool beschuldigte, Spannungen mit einem rassistischen Narrativ geschürt zu haben und damit „Hass auf Amerika“ zu propagieren. Die Entscheidung, Rasool auszuweisen, erfordert in der Regel eine unverzügliche Ausreise innerhalb einer festgelegten Frist.

Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa äußerte sich zu diesem Vorfall und bezeichnete ihn als bedauerlich. Er bekräftigte die Bedeutung guter Beziehungen zu allen Staaten und musste sich inmitten stark wachsender innenpolitischer Spannungen einer Herausforderung stellen. Ramaphosa erwähnte, dass die internationale Diplomatie Höhen und Tiefen durchlaufe und konkret die aktuelle Situation als „kleines Problemchen“ sah. Allerdings hat die Opposition in Südafrika, vertreten durch die Partei Rise Mzansi, klare Forderungen an die Regierung gestellt und wirft der Trump-Administration Einmischung in die südafrikanische Innenpolitik vor.

Ursachen der Krisensituation

Der Vorfall hat seine Wurzeln in Äußerungen Rasools, der in einem Video-Workshop einer südafrikanischen Denkfabrik über den demografischen Wandel in den USA und die mobilisierenden Kräfte nationalistischer Bewegungen sprach. In diesem Kontext bezog er sich auch auf die Alternative für Deutschland (AfD) und machte auf ein Narrativ aufmerksam, das die weiße Identität in den Fokus rückte. Diese Äußerungen erlaubten Rubios Vorwurf, Rasool habe mit seinen Kommentaren Spannungen geschürt. Laut der politologischen Analyse von Adam Habib sind mehrere Faktoren für das Zerwürfnis verantwortlich, einschließlich der Völkermordklage gegen Israel sowie der engen Beziehungen Südafrikas zu China und Russland.

Die politische Debatte entfaltet sich nicht nur innerhalb der Regierungskoalition, sondern auch in der Opposition. Songezo Zibi von Rise Mzansi kritisierte den Rassismusvorwurf gegen Rasool und bezeichnete ihn als erfahrenen Diplomaten, dessen Handlungen jedoch als ungeschickt eingestuft wurden. Gleichzeitig sieht die Organisation AfriForum Rasool als Hauptverantwortlichen für die diplomatische Krise.

Der weitere diplomatische Verlauf

Die USA und Südafrika spielen bedeutende Rollen in der internationalen Politik und Handelsfragen. Ramaphosa versicherte, dass Südafrika respektvoll mit den USA umgehen wird, während gleichzeitig die Forderung nach einer klareren Position gegenüber Washington an die Regierung herangetragen wird. Diese diplomatische Krise, die sich vor dem Hintergrund alter Spannungen entfaltet, wirft Fragen über die Zukunft der bilateralen Beziehungen auf. In den letzten Monaten war Präsident Donald Trump aufgrund eines Gesetzes, das die Enteignung von Land im öffentlichen Interesse ermöglicht, in die Kritik geraten, was die Beziehung zwischen beiden Ländern weiter belastete.

Letztlich steht Ebrahim Rasool, der heute seine Ausreise antreten muss, im Mittelpunkt eines Konflikts, der die geopolitischen Dynamiken zwischen den USA und Südafrika sowohl reflektiert als auch verstärkt. Momentan wird die Rückkehr nach Südafrika für Samstag angekündigt, womit die diplomatischen Konsequenzen dieses Vorfalls weiter verfolgt werden sollten.

Für weitere Informationen zu den Hintergründen und den aktuellen Entwicklungen, finden Sie hier detaillierte Analysen von tagesschau.de, srf.ch und swp-berlin.org.