Am 13. Januar 2025 wurde der Digitalpakt 2.0 von Bund und Ländern beschlossen, um die digitale Transformation der Schulen in Deutschland entscheidend zu fördern. In diesem Rahmen wurde die zentrale Rolle der Schulträger hervorgehoben, die bei der Entscheidung über den Auf- und Ausbau der technischen Infrastruktur auf kommunaler Ebene maßgeblich sind. Diese Zusammenarbeit ist auch Bestandteil des Projekts ODIkS (Offene Digitale Infrastrukturen kommunaler Schulträger), welches vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert wird.
ODIkS hat eine Laufzeit von vier Jahren und entwickelt Strategien zur Digitalisierung von Schulen. Partner des Projekts sind unter anderem ifib research, RPTU Kaiserslautern-Landau, TU Dresden und ifib consult. Ziel ist es, praxisorientierte Ansätze zu erforschen, die digitalen Infrastrukturen an Schulen weiterzuentwickeln und die Bedingungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Schulträgern, Schulen sowie Kommunen zu analysieren. Dabei werden auch die Herausforderungen, mit denen Schulträger bei der digitalen Transformation konfrontiert sind, thematisiert.
Investitionen und Ziele des Digitalpakts
Der Digitalpakt 2.0 baut auf dem vorherigen Digitalpakt Schule auf, der von 2019 bis 2024 in Kraft war. Die Bundesregierung zielt darauf ab, durch Investitionen in Höhe von insgesamt fünf Milliarden Euro bis 2030 die digitale Bildungsinfrastruktur nachhaltig auszubauen. Davon stellt der Bund 2,5 Milliarden Euro zur Verfügung, wobei 2,25 Milliarden Euro direkt für digitale Bildungsinfrastruktur eingeplant sind. Die Länder beteiligen sich ebenfalls mit 2,5 Milliarden Euro, was unter anderem auch durch die Anrechnungen bereits geplanter Ländermaßnahmen erfolgen kann.
Bundesbildungsminister Cem Özdemir hat betont, dass Bildung entscheidend für individuelle Lebenschancen und die wirtschaftliche Zukunft ist. Die Organisation der Mittelverteilung liegt in der Verantwortung der Länder, die auch für die Fortbildung der Lehrkräfte zuständig sind. Die Schwerpunkte des Digitalpakts sind auf drei zentrale Handlungsstränge ausgerichtet: den Ausbau der digitalen Infrastruktur, die Digitalisierung der Schul- und Unterrichtsentwicklung sowie die Qualitätsentwicklung in der digitalen Lehrkräftebildung.
Förderung durch digitale Lernangebote
Das Ziel des Digitalpakts ist es, neue Geräte, bessere Lernangebote und digitale Kompetenzen in Schulen zu etablieren. Die COVID-19-Pandemie hat die Dringlichkeit digitaler Lehr- und Lernformen nochmals verstärkt. Durch verschiedene Zusatzprogramme wurden zusätzliche Endgeräte für Schüler und Lehrkräfte bereitgestellt, um die digitale Ausstattung an Schulen zu verbessern. Insgesamt investiert der Bund 6,5 Milliarden Euro in diesen Bildungsbereich, um die Hardware wie Laptops, Tablets und interaktive Whiteboards sowie den Ausbau von Netzwerkinfrastrukturen wie WLAN zu fördern.
Eine jährliche Statuskonferenz soll den Akteuren die Möglichkeit geben, sich über die digitale Transformation auszutauschen. Die Konferenz 2024 fand am 12. und 13. November in Berlin statt, wo etwa 800 Teilnehmer über Themen wie Künstliche Intelligenz in der Schule diskutierten. Der Digitalpakt trägt somit auch zur Chancengerechtigkeit bei, indem er eine bessere Infrastruktur für alle Schülerinnen und Schüler schafft.
Für weitere Informationen zu ODIkS und deren Projekte können Interessierte die Website www.odiks.de besuchen und sich über die Fortschritte in der digitalen Transformation der Schulen informieren.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Initiativen von Bund und Ländern nicht nur eine nachhaltige Investition in die digitale Infrastruktur der Schulen darstellen, sondern auch die Qualität der Bildung in Deutschland langfristig verbessern sollen.
Die Informationen zur digitalen Transformation in Schulen stammen von RPTU, Bundesregierung und BMBF.