Aufgrund einer dramatischen Eierknappheit in den USA hat die US-Regierung Deutschland um Unterstützung gebeten. Die Situation wird als besonders angespannt beschrieben, da die Vogelgrippe H5N1 inzwischen nicht nur bei Wildvögeln, sondern auch in Geflügelbetrieben in den USA zu massiven Ausbrüchen geführt hat. Dies hat dazu geführt, dass Millionen von Tieren getötet werden mussten, um die Seuche einzudämmen. Der Selbstversorgungsgrad der USA im Eierbereich liegt aktuell in akuter Gefahr, da die Versorgungslücken nur schwer zu schließen sind. T-Online berichtet, dass die USA auch in Europa, insbesondere in Dänemark und Schweden, nach Eier-Exporteuren suchen.

Deutschland wird als potenzielle Quelle für Eierhilfslieferungen angesehen, sodass eine Zusammenarbeit als Möglichkeit zur Revanche für frühere US-Hilfen, wie die Befreiung von Hitler und die Einführung der Demokratie, betrachtet wird. Die kulturellen Einflüsse der USA auf Deutschland sind ebenfalls nicht zu unterschätzen, von Halloween bis hin zu Black Friday. In Anbetracht dieser historischen Verbindungen könnte Deutschland nun eine entscheidende Rolle spielen, um die Amerikaner in dieser Krise zu unterstützen. Welt fordert dazu auf, Spiegeleier in speziellen Umschlägen ins Oval Office zu schicken.

Eierknappheit in Europa

Der Eiermangel wird nicht nur in den USA, sondern auch in Europa spürbar, da Kartoffeleier importiert werden, um die Marktlücken zu schließen. Deutschland importiert jedes vierte Ei und bezieht einige davon über den Spotmarkt. Trotz der Engpässe gibt es jedoch Berichte, die besagen, dass genügend Eier für die bevorstehenden Ostertage zur Verfügung stehen. Das Bangen um die Versorgung wird jedoch durch die bevorstehenden Feiertage verschärft, die traditionell eine Hochsaison für den Eierverkauf darstellen. RBB24 weist darauf hin, dass es in Brandenburg einen Aufruf gibt, verstärkt auf Direktvermarkter und regional produzierte Lebensmittel zu setzen.

Brandenburgs Agrarministerin Hanka Mittelstädt betont, dass eine potentielle Knappheit in der Eierversorgung vor allem zu Ostern wahrscheinlich ist und rät dazu, den Bezug von Lebensmitteln über regionale Quellen zu optimieren. Es gibt gewisse Engpässe bei spezifischen Sortierungen, vor allem jedoch gilt es, die hygienischen Standards aufrechterhalten, um einem erneuten Ausbruch der Geflügelpest vorzubeugen. Viele Betriebe sind gut gewappnet, doch das Risiko eines neuerlichen Ausbruchs bleibt bestehen. Den Berichten zufolge könnte auch das im Umweltbereich motivierte Absenken des Hühnerbestands in den Niederlanden negative Auswirkungen auf den deutschen Markt haben.

Zusammenfassend bleibt die Situation angespannt. Während die deutsche Post bereits plant, verbilligte Ei-Eil-Sendungen anzubieten, bleibt abzuwarten, ob die USA ihre Anfrage nach Eiern aus Deutschland konkretisieren. Unklar bleibt zudem, ob die US-Regierung offiziell auf die Hilfsangebote in Deutschland reagieren wird.