Am 2. März 2025 zeigte sich das deutsche Skisprung-Team bei der Nordischen Ski-Weltmeisterschaft in Trondheim von seiner besten Seite. Andreas Wellinger sicherte sich überraschend die Silbermedaille auf der Normalschanze, während sein Teamkollege Karl Geiger mit dem vierten Platz nur knapp das Podium verpasste. Diese Leistung kam jedoch nach einer Phase, in der das deutsche Team im Weltcup unter Druck stand und seit Mitte Dezember auf einen Podestplatz wartete. Geiger äußerte sich positiv über den Auftakt und betonte, dass man das Team nicht abschreiben sollte, trotz der harten Wochen voller Kritik.

In einem spannenden Wettbewerb, in dem sieben Springer vor dem Finale innerhalb von nur zehn Punkten lagen, setzte sich Marius Lindvik aus Norwegen durch und stellte mit 108 Metern einen neuen Schanzenrekord auf. Die Bronzemedaille ging an Jan Hörl aus Österreich, während Geiger, der im ersten Durchgang 105,5 Meter sprang, nur um knapp drei Punkte Bronze verfehlte. Philipp Raimund belegte den 20. Platz nach dem ersten Durchgang und finishezte schließlich als 15. Pius Paschke, der sich als 30. für den zweiten Durchgang qualifizierte, sprang 89 Meter.

Teamgeist und Ruhe als Schlüssel zum Erfolg

Karl Geiger lobte die Trainer und deren Arbeit, die entscheidend zur Stabilität des Teams beigetragen hätten. Er sprach von der Wichtigkeit, in schwierigen Zeiten Ruhe zu bewahren. Nach den jüngsten Erfolgen der Deutschen schien eine Wende in Sicht zu sein. Wellinger, der seine Leistung im Kontext der sechsten Medaille für Deutschland einer WM als große Errungenschaft betrachtete, verkündete: „Ich hab Silber gewonnen und nicht Gold verloren“.

Die Norweger herrschen weiterhin über den nordischen Skisport und feiern in Trondheim einen weiteren Triumph. Das Land hat mit Experten von Olympiatoppen eine kluge Planung etabliert, die es den Athleten ermöglicht, in verschiedenen Disziplinen auf höchstem Niveau zu konkurrieren. Norwegen ist nicht nur das Mutterland des nordischen Skisports, sondern auch eine Nation von Weltklasse-Athleten, die in verschiedenen Bereichen erfolgreich sind. Der Erfolg wird unter anderem auf die Förderung junger Talente und eine breite Lust an Bewegung zurückgeführt.

Kontinuierliche Erfolge Norwegens

Norwegen gewann bei den letzten Olympischen Winterspielen 2018 und 2022 jeweils die meisten Medaillen, insgesamt 30 goldene. Die Erfolge von Sportlern wie Johannes Thingnes Bø im Biathlon, der bei der Biathlon-WM drei Goldmedaillen einheimsen konnte, und Karsten Warholm, der im 400-Meter-Hürdenlauf Weltrekordhalter ist, zeigen die Vielseitigkeit und Stärke des norwegischen Sports.

Der Verlauf der Weltmeisterschaft lässt darauf hoffen, dass sich auch das deutsche Team weiter stabilisieren wird und zusätzliche Medaillen in den kommenden Wettbewerben auf der Großschanze möglich sind. Wenn Geiger und Wellinger weiterhin die Ruhe bewahren und die positiven Impulse beibehalten, könnte das deutsches Team auf dem Weg zurück zur Weltspitze sein.

Für weitere Informationen zu den letzten Ereignissen der nordischen Ski-WM in Trondheim, siehe Süddeutsche und Sportschau sowie auf Zeit für einen tieferen Einblick in den Erfolg Norwegens im Wintersport.